<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<?xml-stylesheet type="text/css" href="/typo3conf/ext/in2template/Resources/Public/Css/rss.css" ?>


    <rss version="2.0"
         xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
         xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
        <channel>
            <title>ÖDP Bundesverband: Aktuelle Pressemitteilungen</title>
            <link>https://www.oedp.de</link>
            <description>Unsere aktuellen Pressemitteilungen</description>
            <language>de-de</language>
            <copyright>ÖDP</copyright>
            <pubDate>Wed, 22 Jul 2026 12:16:33 +0200</pubDate>
            <lastBuildDate>Wed, 22 Jul 2026 12:16:33 +0200</lastBuildDate>
            <atom:link href="https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken?type=9818" rel="self" type="application/rss+xml" />
            <generator>TYPO3 EXT:news</generator>
            
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-124015</guid>
                        <pubDate>Mon, 20 Jul 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Resilienz muss Europas neues Leitbild werden</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/resilienz-muss-europas-neues-leitbild-werden</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Europa steht an einem Wendepunkt. Die Herausforderungen unserer Zeit – geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten, Klimawandel, Artensterben und digitale Abhängigkeiten – zeigen deutlich: Wir brauchen mehr Resilienz. <br /> <br /> Doch Resilienz bedeutet weit mehr als Krisenfestigkeit. Resilienz bedeutet die Fähigkeit, unabhängig handeln zu können.<br /> <br /> Dazu gehört zunächst wirtschaftliche Resilienz. Europa darf sich bei Energie, Rohstoffen oder Schlüsseltechnologien nicht dauerhaft von anderen abhängig machen. Eine starke Kreislaufwirtschaft ist deshalb weit mehr als Umweltpolitik – sie ist moderne Industriepolitik. Wer hochwertige Sekundärrohstoffe nutzt, stärkt zugleich Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit, Umwelt- und Klimaschutz.<br /> <br /> Ebenso wichtig ist digitale Resilienz. Unsere Daten, unsere Verwaltung und unsere kritischen Infrastrukturen dürfen nicht dauerhaft von außereuropäischen Anbietern abhängen. Europa braucht eigene digitale Lösungen – von Cloud-Technologien bis hin zum Digitalen Euro. Digitale Souveränität ist längst eine Voraussetzung für politische Handlungsfähigkeit.<br /> <br /> Resilienz ist aber auch ökologisch. Intakte Wälder, Moore und Böden sichern unsere Ernährung, schützen vor Extremwetter und bewahren unsere Lebensgrundlagen. Wer heute Umweltstandards zurückdrehen will, gefährdet langfristig unsere Sicherheit und unseren Wohlstand. Naturschutz ist deshalb eine Notwendigkeit und eine Investition in Europas Zukunft.<br /> <br /> Schließlich brauchen wir gesellschaftliche Resilienz. Demokratie, Zusammenhalt und Vertrauen sind das Fundament eines starken Europas. Wer Europa spaltet oder den Rückzug in nationale Alleingänge propagiert, schwächt unsere gemeinsame Handlungsfähigkeit.<br /> <br /> Ein resilientes Europa ist ein unabhängiges Europa. Es verbindet wirtschaftliche Stärke mit ökologischer Verantwortung, digitale Souveränität mit gesellschaftlichem Zusammenhalt.<br /> <br /> Und Europa sind wir alle.<br /> Und wenn wir alle unseren Beitrag leisten, dann wird Europa widerstandsfähiger.</p>
<p>Wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen, dann ist Europa nicht nur krisenfest, dann ist Europa die stärkste Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts</p>
<p><em>Manuela Ripa,<br /> Mitglied des Europäischen Parlaments,<br /> Mitglied des ÖDP-Bundesvorstands</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123982</guid>
                        <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Die Rente ist sicher?</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/die-rente-ist-sicher</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Vertrauen entsteht nicht über Nacht. Es wächst über Jahrzehnte – durch Arbeit, Verlässlichkeit und das Einhalten von Zusagen.<br /> <br /> Viele Menschen der Babyboomer-Generation haben ihr Berufsleben nun fast geschafft. Sie haben früh angefangen zu arbeiten, über Jahrzehnte Beiträge gezahlt und darauf vertraut, dass die Regeln gelten, die ihnen immer wieder zugesichert wurden. Die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren war für viele kein Privileg, sondern die Anerkennung einer langen Lebensleistung. „die Rente ist sicher!“... Dieser Ausspruch dürfte noch vielen im Ohr klingen, die aus dieser Generation kommen. <br /> <br /> Nun liegen die Empfehlungen der Rentenkommission auf dem Tisch – und sie hinterlassen bei vielen vor allem eines: Frustration.<br /> <br /> Ausgerechnet diejenigen, die kurz vor dem Ruhestand stehen und ihre Lebensplanung längst abgeschlossen haben, sollen ihre Ziele erneut nach hinten verschieben. Was über viele Jahre als verlässliche Perspektive galt, wird plötzlich infrage gestellt. Wer sein Arbeitsleben auf dieser Grundlage geplant hat, empfindet das nicht als Reform, sondern als Vertrauensbruch.<br /> <br /> Noch schwerer fällt vielen zu akzeptieren, dass gleichzeitig nicht alle Versorgungssysteme gleichermaßen auf den Prüfstand gestellt werden. Während langjährig Versicherte zusätzliche Belastungen tragen sollen, bleiben andere Bereiche weitgehend unangetastet oder sollen lediglich „wirkungsgleich“ reformiert werden. Das hinterlässt den Eindruck, dass die Lasten erneut ungleich verteilt werden.<br /> <br /> Natürlich braucht die gesetzliche Rentenversicherung Reformen. Die demografische Entwicklung lässt sich nicht wegdiskutieren. Aber Reformen dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass diejenigen die Rechnung bezahlen, die ihr gesamtes Berufsleben ihren Teil geleistet und auf politische Zusagen vertraut haben.<br /> <br /> Ein funktionierender Generationenvertrag lebt nicht nur von Zahlen und Berechnungen. Er lebt vor allem von Vertrauen. Wenn dieses Vertrauen verloren geht, ist der Schaden größer als jede kurzfristige Einsparung.<br /> <br /> Vielleicht ist das der eigentliche Gedanke zum Wochenbeginn: Ein Staat darf seine Regeln ändern. Aber er sollte nie vergessen, dass hinter jeder Regel Menschen stehen, die ihr Leben danach ausgerichtet haben. Wer Vertrauen verspielt, spart vielleicht heute Geld – verliert aber etwas, das sich morgen kaum zurückgewinnen lässt.</p>
<p><em>Kirsten Elisabeth Jäkel<br /> 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP)</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Klimaschutz</category>
                            
                                <category>Tierschutz</category>
                            
                                <category>Umwelt</category>
                            
                                <category>Bundesparteitag</category>
                            
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123951</guid>
                        <pubDate>Mon, 06 Jul 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Hitzeschutz – mangelhaft!</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/hitzeschutz-mangelhaft</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es war heiß – es ist heiß – und es wird wieder heißer werden – so viel ist sicher.<br /> <br /> Herzpatienten liegen frisch operiert auf Station – bei 38,2 Grad. So geschehen in der UniKlinik Düsseldorf, gemessen von einem Reporter der RP. In Dormagen wurden in Folge der Hitzewelle 16 Bewohnerinnen und Bewohner ins Krankenhaus gebracht. Bei der Bahn brach der Verkehr bei knapp unter 40 Grad großflächig zusammen. Da die Klimaanlagen der ICEs nicht auf diese Temperaturen ausgelegt sind, fielen überlastete Klimaanlagen aus. Lt. Auskunft im Zug lassen sich diese dann auch in älteren Baureihen nicht mehr starten. Wagen wurden geräumt und Fahrgäste zu Hunderten von den überhitzten Wagen auf den noch weit heißeren Bahnsteig verfrachtet. Der Belag von Straßen und Autobahnen brachen hitzebedingt auf. Dies führt nicht nur zu Verkehrsstörungen – und das bei extremer Hitze – es gefährdet auch das Leben und die Gesundheit der Verkehrsteilnehmer.<br /> <br /> Diese Aufzählung lässt sich beliebig fortsetzen. <br /> <br /> Hitze ist nicht nur unangenehm – sie ist für die Gesundheit nicht zuträglich, ja lebensgefährlich. Und die Hitze kommt nicht einfach so. Sie ist ein Ergebnis des menschenverursachten Klimawandels. Und dieser schreitet voran. Das Ergebnis der Versäumnisse in der Klimapolitik zwingt uns zum Handeln im Hitzeschutz.</p>
<p>Der Deutsche Wetterdienst meldete jungst an 3 Tagen hintereinander einen neuen Temperaturrekord. Dieser liegt jetzt bei 41,7 Grad – wohlgemerkt im Schatten.<br /> <br /> Laut WHO werden Temperaturen über 30 Grad für viele Menschen zu einer tödlichen Gefahr. Hierbei sind nicht nur die Top-Temperaturen gefährlich, sondern auch die fehlende Abkühlung bei Nacht. Diese Kombination führt zu einem Dauerhitzestress.<br /> <br /> Die WHO schätzt die Zahl der hitzebedingten Todesfälle seit dem 21. Juni bis zum 29. Juni auf 1.300, so der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Am 27.6.26 teilte das französische Gesundheitsministerium mit, dass es in den 5 Tagen extremer Hitze zu rund 1.000 Todesfälle mehr in Frankreich gekommen ist, als erwartet. Belastbare aktuelle Zahlen für Deutschland liegen (noch) nicht vor. Das RKI schätzt für 2018 die Zahl der Hitzetoten auf 8.400. 2019 meldet das RKI 7000 Todesfälle. Insbesondere sind Menschen über 75 Jahren und vorbelastete betroffen.</p>
<p>Hitzeschutz ist somit kein nice-to-have. Hitzewellen kosten Menschenleben. Daher sind Hitzepläne zwingend für den Schutz von Mensch und Tier erforderlich.</p>
<p>Und was wird getan? Ein öffentlicher Trinkbrunnen und Beschattungen sind ein wichtiger Schritt, aber bei weitem noch nicht ausreichend. Solange wir unsere Städte versiegeln und nicht ausreichend begrünen, wird kein ausreichender Hitzeschutz möglich sein. Stadtbegrünung und Entsiegelung sind keine Forderung von Naturromantikern. Dies ist ein zwingendes Erfordernis zum Schutz von Gesundheit und Leben. Wer weiterhin Flächenversiegelung vorantreibt, gefährdet Menschenleben!<br /> <br /> Wer weiterhin Kliniken und Altenheime ohne ausreichenden Hitzeschutz baut und betreibt nimmt billigend die Gefahren in Kauf. Wer in Zügen an der Klimatisierung spart, setzt die Bahn und deren Fahrgäste einem inakzeptablen Risiko aus. Etc. Wer es wissen will, kann es wissen, dass es so nicht mehr weitergeht.<br /> <br /> Ja, Deutschland hitzefest machen kostet Geld, einfach so weitermachen kostet aber Menschenleben, und zwar tausende.<br /> <br /> Also, alle Verantwortlichen von der Kommune bis zum Bund: Handelt - eigentlich ist es schon zu spät, aber schnelle Schadenbegrenzung bitte jetzt!</p>
<p><em>Prof. Dr. Herbert Einsiedler</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Klimaschutz</category>
                            
                                <category>Tierschutz</category>
                            
                                <category>Umwelt</category>
                            
                                <category>Bundesparteitag</category>
                            
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123912</guid>
                        <pubDate>Mon, 29 Jun 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Deregulierung neuer Gentechnik?</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/deregulierung-neuer-gentechnik</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt Entscheidungen, die weit über den Moment hinausreichen. Die Abstimmung des Europäischen Parlaments zur Deregulierung neuer Gentechnik gehört für mich dazu.<br /> Ich frage mich: Warum geben wir bewährte Schutzstandards auf, wenn es um unsere Lebensgrundlagen geht? Warum verzichten wir auf Transparenz und Kennzeichnung, obwohl Verbraucherinnen und Verbraucher selbst entscheiden möchten, was auf ihren Tellern landet?<br /> <br /> Innovation ist wichtig. Aber Innovation darf niemals bedeuten, das Vorsorgeprinzip über Bord zu werfen. Gerade bei Eingriffen in das Erbgut braucht es unabhängige Risikoprüfungen, klare Regeln und eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Nur so schützen wir uns, unsere Umwelt, die Artenvielfalt und die Freiheit unserer Landwirte – insbesondere der ökologisch wirtschaftenden Betriebe.<br /> <br /> Besonders kritisch sehe ich, dass gleichzeitig die Gefahr wächst, dass wenige globale Agrarkonzerne noch mehr Kontrolle über unser Saatgut erhalten. Saatgut ist keine gewöhnliche Ware. Es ist die Grundlage unserer Ernährung und unserer Ernährungssouveränität.<br /> <br /> Die Abstimmung ist entschieden. Aber die Debatte ist es nicht. Gemeinsam mit meiner Partei, ÖDP- die Naturschutzpartei werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass Verbraucher-, Umwelt- und Gesundheitsschutz nicht hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen. Denn unsere natürlichen Lebensgrundlagen verdienen mehr als kurzfristige Versprechen. Sie verdienen Verantwortung.</p>
<p><em>Manuela Ripa,<br /> Mitglied des Europäischen Parlaments,<br /> Mitglied des ÖDP-Bundesvorstands</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123856</guid>
                        <pubDate>Mon, 22 Jun 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Muss öffentliches Grün wirklich immer geschniegelt und kurzgeschoren sein? </title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/muss-oeffentliches-gruen-wirklich-immer-geschniegelt-sein</link>
                        <description>Ein Aufruf für mehr Leben am Wegesrand!</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wer im Frühjahr und Sommer aufmerksam durch unsere Gemeinden geht, erlebt jährlich ähnliche Bilder. Kaum beginnen Grünflächen, Böschungen und Wegränder zu blühen, rücken die Mulchgeräte an. Was eben noch voller Margeriten, Glockenblumen, Klee und Wildkräuter stand, wird innerhalb weniger Stunden kurz und klein geschlegelt.</p>
<p><strong> Ordnung geschaffen – Natur zerstört.</strong></p>
<p>Dabei sind gerade diese unscheinbaren Randstreifen – neben teilweise auch schön blühenden Gärten - oft die letzten Rückzugsorte für Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und viele andere Insekten. Sie liefern Nahrung, Schutz und Lebensraum. Wo Blüten verschwinden, verschwinden auch die Insekten. Und wo die Insekten fehlen, finden Vögel immer weniger Nahrung für ihre Jungen.</p>
<p>Besonders problematisch ist das weit verbreitete Abschlegeln. Dabei werden nicht nur Pflanzen abgeschnitten, sondern regelrecht zerfetzt. Unzählige Insekten und Kleintiere sterben direkt in den Maschinen. Nester, Brutstätten und Verstecke werden vernichtet. Was als „Pflegemaßnahme" bezeichnet wird, ist oft ein massiver Eingriff in die Lebensgemeinschaften unserer Kulturlandschaft.</p>
<p>Natürlich braucht es Pflege. Niemand fordert, dass Kreuzungen zuwachsen oder Verkehrszeichen überwuchert werden. Sicherheit im Straßenverkehr hat Vorrang. Aber muss deshalb jeder Wegrand, jede Böschung und jede öffentliche Grünfläche mehrmals pro Jahr flächendeckend gemulcht werden?</p>
<p><strong> Einige Gemeinden zeigen längst, dass es anders geht:</strong></p>
<p>Weniger mähen statt mehr - Nicht alles auf einmal mähen - Blühstreifen stehen lassen - Schonendere Mähmethoden einsetzen -  der Natur Zeit geben, zu blühen und Samen zu bilden. Ein blühender Wegrand ist kein Zeichen von Vernachlässigung. Er ist ein Zeichen von Verantwortung. Verantwortung gegenüber einer Natur, die immer stärker unter Druck gerät.</p>
<p>Wir sprechen viel über Artensterben, Insektenschwund und den Schutz der Umwelt. Doch echter Naturschutz beginnt nicht irgendwo in fernen Nationalparks. Er beginnt direkt vor unserer Haustür – an Straßenrändern, auf Böschungen, in Grünstreifen und öffentlichen Wiesen.</p>
<p><strong> Darum unser Appell an Gemeinderäte, Bauhöfe und alle Verantwortlichen:</strong></p>
<p>Mut zur Natur statt Zwang zur Perfektion.</p>
<p>Nicht jede Fläche muss aussehen wie ein Sportplatzrasen. Nicht jedes Stück Grün muss ständig „aufgeräumt" werden. Eine Gemeinde, die blühen darf, ist lebenswerter, schöner und zukunftsfähiger als eine Gemeinde, in der jede Blume dem Mulcher zum Opfer fällt.</p>
<p>Lassen wir wieder mehr Blüten zu. Mehr Summen. Mehr Leben - Die Natur wird es uns danken. Und die kommenden Generationen ebenso.</p>
<p><em>Holger Geißel,<br /> Kreisvorsitzender ÖDP Neuburg-Schrobenhausen</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123836</guid>
                        <pubDate>Mon, 15 Jun 2026 09:19:49 +0200</pubDate>
                        <title>Tag der Deutschen Einheit?</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/tag-der-deutschen-einheit</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch ist wieder der 17. Juni. Viele Jüngere werden mit diesem Datum kaum noch etwas verbinden. Doch die entscheidende Frage lautet: Tun es die Älteren noch?</p>
<p>Für mich ist der 17. Juni der wahre Tag der Deutschen Einheit – nicht der 3. Oktober. Denn am 17. Juni erinnern wir nicht an einen Staatsakt, sondern an Menschen, die den Mut hatten, für ihre Freiheit aufzustehen.</p>
<p>Am 17. Juni 1953 gingen Hunderttausende Menschen in der DDR auf die Straße. Sie forderten Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung. Sie stellten sich einer Diktatur entgegen, obwohl sie wussten, was ihnen drohen konnte. Beendet wurde ihr Aufstand erst durch sowjetische Panzer und brutale Gewalt.</p>
<p>Der 17. Juni war kein isoliertes Ereignis. Überall im Machtbereich des Kommunismus erhoben sich Menschen gegen Unterdrückung: in der Tschechoslowakei, in Polen, in Ungarn. Sie wurden verfolgt, eingesperrt und getötet. Doch ihr Freiheitswille ließ sich nicht brechen. Er lebte weiter – in den Fabriken von Danzig, in der Solidarność-Bewegung, in den Herzen von Millionen Menschen hinter dem Eisernen Vorhang.</p>
<p>Und nicht nur in Europa. Ob in Peking auf dem Tiananmen-Platz oder an vielen anderen Orten der Welt: Immer wieder haben Menschen den Mut gefunden, für Freiheit einzutreten. Und immer wieder haben Diktaturen versucht, diesen Wunsch mit Gewalt zu ersticken.</p>
<p>Doch die Geschichte lehrt eine einfache Wahrheit: Panzer können Menschen niederwalzen, aber keine Ideen. Sie können Demonstrationen auflösen, aber nicht den Wunsch nach Freiheit auslöschen.</p>
<p>Deshalb war der 17. Juni 1953 nicht das Ende, sondern der Anfang. Sein Geist lebte weiter – in den Friedensgebeten, in den Montagsdemonstrationen und schließlich im Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989. Die deutsche Einheit begann nicht mit Verträgen und Unterschriften. Sie begann mit Menschen, die sich weigerten, ihre Unfreiheit als Schicksal hinzunehmen.</p>
<p>Der 3. Oktober markiert den rechtlichen Vollzug der Wiedervereinigung. Der 17. Juni steht für ihren Ursprung: den Mut der Bürger, die für Freiheit und Demokratie eintraten.</p>
<p>Deshalb sollten wir den 17. Juni nicht als historische Fußnote behandeln. Er ist ein Tag der Selbstbestimmung. Ein Tag des Widerstands gegen Diktaturen. Ein Tag der Demokratie.</p>
<p>Und gerade deshalb gehört zu diesem Gedenken auch eine Mahnung. Wer die Opfer des Volksaufstands von 1953 ehrt, sollte wissen, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Sie lebt von Menschen, die sie verteidigen. Vor diesem Hintergrund halte ich die Zustimmung zur AfD für geschichtsvergessen. Wer aus der Geschichte lernen will, sollte diejenigen ernst nehmen, die vor den Gefahren für unsere freiheitliche Demokratie warnen.</p>
<p><em>Helmut Kauer,<br /> 2. stellv. Bundesvorsitzender</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123774</guid>
                        <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Die Qual der Wa(h)l</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/die-qual-der-wahl</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Da ist er wieder in den Nachrichten, der Fisch der keiner ist. Ja, es geht um Timmy, früher als Walfisch, heute nur noch als Wal bekannt, so wie Uncle Ben‘s heute nur noch Ben‘s heißt, mit dem Unterschied, dass von dem Wal, der kein Fisch ist, sondern Fisch isst, die Photos noch immer gegenwärtig sind. Es war in der Tat beeindruckend: seine vielen Retterinnen und Retter, die Menschen- und Lichterketten und Aktionen, Pressekonferenzen und Beiträge in Film, Funk und Fernsehen, von den social media gar nicht zu reden. Es wurde auch viel gesungen, angeblich auch von Timmy, herzzerreißend in der Tat. Die KI spricht von rund 1,5 Millionen Euro, die diese Rettungsaktion mindestens gekostet hat.</p>
<p>Und sie spricht auch von knapp einer Million Menschen, die in just diesem Monat der vermeintlichen Wal-Rettung an den direkten oder indirekten Folgen von Hunger global gestorben sind, Mitmenschen, im Gegensatz zu Timmy für uns weit weg und ohne Namen, Gesichter und GPS Sender. Unangenehme Fragen drängen sich auf. Wie viele Jimmys und Mimmys in Afrika hätten mit 1,5 Millionen Euro gerettet werden können? Wo ist die Begeisterung, wo sind die Menschenketten und Kerzen, wenn es um die Rettung von hungernden Menschen geht?</p>
<p>Nur damit wir uns nicht missverstehen: Selbstverständlich müssen wir viel Geld für Natur-, Umwelt- und Tierschutz ausgeben, um zu retten, was noch zu retten ist. Und selbstverständlich wären die 1,5 Millionen nicht automatisch in andere humanitäre Projekte geflossen, immerhin war Timmy ja etwas ganz Besonderes. Nur war er das wirklich? Ich mache mir da so meine Gedanken, Gedanken über das richtige Maß, Nächstenliebe, unser soziales Miteinander und unser Gemeinwohl. Wie heißt es doch im Evangelium? Jesus sättigt eine Menschenmenge mit fünf Broten und zwei Fischen! Und eben nicht umgekehrt. Zumal: Der Wal wollte vielleicht gar nicht rumgeschippert werden, sondern einfach nur seine Ruhe haben, die hungernden Menschen in Afrika hingegen wollen leben! Vielleicht lohnt es sich, auch darüber einmal nachzudenken?<br /> <br /> <em>Prof. Dr. Claus Jacob,<br /> Landesvorsitzender der ÖDP Saar</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123732</guid>
                        <pubDate>Mon, 01 Jun 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Renaissance der Atomkraft? Nein Danke!</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/renaissance-der-atomkraft-nein-danke</link>
                        <description>Atomkraft ist und bleibt Technologieborniertheit</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Die ÖDP hat sich seit ihrer Gründung 1982 immer gegen Atomkraft ausgesprochen und hat das fortlaufend in ihrer politischen Arbeit berücksichtigt. Seit 2023 ist die Bundesrepublik tatsächlich aus der Atomenergie ausgestiegen. Wir als Gesellschaft sollten zufrieden auf diese Leistung und diesen Fortschritt sein. Unser erneuerbares Energiesystem ist stabil und zukunftsfähig – im Gegensatz zu den Sprachrohren verschiedenster Nuklear-Lobbyisten. Seit einigen Monaten jedoch kocht eine nicht unbedingt auf Fakten basierende Diskussion über eine etwaige „Renaissance der Atomkraft“ hoch.</p>
<p>Atomkraft ist gefährlich – sowohl, was die unsichere Endlagerung des Atommülls, als auch, was die militärischen Bedrohungsrisiken betrifft; sie ist teuer und wirtschaftlich nicht darstellbar; sie gefährdet den Aufbau einer dezentralen, importunabhängigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Zudem sind die Risiken von Atomkraft versicherungsrechtlich nicht darstellbar, aufgrund der immensen Schadenshöhe in Folge eines Atomunfalls. Kleinere, angeblich „modernere“ Reaktoren (SMR – Small Modular Reactors) sind keine wirkliche Modernisierung, weil sie erst in etlichen Jahren betriebsbereit wären und im Grunde ähnliche Probleme verursachen, wie die alten Atomkraftwerke.</p>
<p>Dass angeblich andere Staaten die Atomkraft ausbauen wollen, ist so nicht richtig, denn der Anteil der Atomkraft an der weltweiten Stromversorgung betrug 2025 nurmehr 10 %, ist in den letzten Jahren kaum gestiegen und lag Anfang der 1990er-Jahre in der Spitze noch bei 18 %. Speziell Frankreich, das traditionell einen hohen Kernkraftanteil bevorzugt, hat immense Probleme mit maroden Meilern und deren kostenintensiver und zeitaufwändiger Nachrüstung.</p>
<p>Die aktuelle politische Diskussion um die Atomenergie in allen Medien ist von ihrer Sinnhaftigkeit her gesehen genauso fragwürdig einzuordnen wie die Debatten über E-Fuels und das Beharren auf fossile Mobilität, oder über die flächendeckende Anwendung der Wasserstofftechnologie. Bei regenerativen Energieformen ist die Bundesrepublik bekanntlich technologisch gut aufgestellt. Die ÖDP ist in der Parteienlandschaft die Partei, die natürlich zum Atomausstieg steht, für eine Versorgung mit 100 % regenerativen Energien eintritt und für Energieeinsparung und Energieeffizienz ist.</p>
<p><em>Bernd Wimmer  <br /> Vorsitzender Bundesarbeitskreis Klima, Umwelt, Verkehr und Energie (KUVE) in der ÖDP</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123638</guid>
                        <pubDate>Mon, 25 May 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>ÖDP steht für eine klare Haltung!</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/oedp-steht-fuer-eine-klare-haltung</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Montag ist mehr als nur der Start in eine neue Woche.<br /> Er ist eine Erinnerung daran, dass Veränderung bei uns beginnt.<br />  <br /> Noch immer wird Politik zu oft von kurzfristigen Interessen geprägt.<br /> Noch immer stehen Wachstum und Profit über sauberem Wasser, gesunden Böden und echter Gerechtigkeit.<br /> Und noch immer wird so getan, als hätten wir Zeit.<br />  <br /> Doch die Zeit wird knapper.<br />  <br /> Die Ökologisch-Demokratische Partei steht für eine klare Haltung:<br /> Unsere Lebensgrundlagen sind nicht verhandelbar.<br /> Natur ist kein Rohstofflager.<br /> Und Demokratie darf nicht käuflich sein.<br />  <br /> Was wir dabei nicht vergessen dürfen:<br /> Mit unserem Wahlverhalten stellen wir die Weichen für die Zukunft.<br />  <br /> Jede Stimme ist eine Entscheidung –<br /> für mehr Verantwortung, mehr Nachhaltigkeit und mehr Gerechtigkeit.<br /> Oder für ein „Weiter so", das kommende Generationen belastet.<br />  <br /> Dieser Montag stellt eine einfache Frage:<br /> Welche Richtung wollen wir einschlagen?<br />  <br /> Es braucht Mut, ehrlich hinzuschauen.<br /> Es braucht Entschlossenheit, Veränderungen einzufordern.<br /> Und es braucht Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.<br />  <br /> Die Zeit der Ausreden wird weniger. Die Chancen zu handeln sind jetzt.</p>
<p><em>Kirsten Elisabeth Jäkel<br /> 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP)</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Klimaschutz</category>
                            
                                <category>Tierschutz</category>
                            
                                <category>Umwelt</category>
                            
                                <category>Bundesparteitag</category>
                            
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123642</guid>
                        <pubDate>Mon, 18 May 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Erdüberlastungstag</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/erdueberlastungstag</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Earth Overshoot Day macht jedes Jahr deutlicher, dass wir weit über unsere ökologischen Grenzen hinaus leben. Dass dieser Tag immer früher erreicht wird, zeigt: Wir verbrauchen Ressourcen schneller, als unsere Erde sie erneuern kann. Gerade in Europa leben wir auf Kosten zukünftiger Generationen – und das darf nicht zur Normalität werden.</p>
<p>Deshalb müssen wir unser Wirtschaften und unser tägliches Verhalten konsequent nachhaltiger gestalten. Es braucht eine Wirtschaft, die Ressourcen schont, langlebige Produkte fördert und Klima- sowie Umweltschutz ernst nimmt. Genau dafür setzen wir uns als ÖDP schon seit vielen Jahren ein: für ein Wirtschaften im Einklang mit unseren planetaren Grenzen. Aber auch jede und jeder Einzelne kann im Alltag Verantwortung übernehmen – durch bewussten Konsum, weniger Verschwendung und einen nachhaltigeren Lebensstil.</p>
<p>Besonders hoffnungsvoll ist für mich, wie ernst junge Menschen dieses Thema bereits nehmen. Die Schülerinnen und Schüler, mit denen ich beim Overshoot-Day-Dialog im Europäischen Parlament diskutiert habe, stellten kluge, kritische und sehr konkrete Fragen zu Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigem Konsum. Dieses Engagement zeigt, dass die kommende Generation bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und Veränderungen einzufordern.</p>
<p>Genau das gibt Hoffnung für die Zukunft. Denn wenn wir den Earth Overshoot Day wieder nach hinten verschieben wollen, brauchen wir mehr Mut zum nachhaltigen Handeln – in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. </p>
<p><em>Manuela Ripa,<br /> Mitglied des Europäischen Parlaments,<br /> Mitglied des ÖDP-Bundesvorstands</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123637</guid>
                        <pubDate>Mon, 11 May 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Ein Wal ist emotional – 300.000 Wale sind keine Meldung wert!</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/ein-wal-ist-emotional-300000-wale-sind-keine-meldu</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon merkwürdig. Der Buckelwal Timmy erregte die Gemüter. Die Zeitungen waren voll davon, Sondersendungen im TV. Der Wal Timmy war offensichtlich in ein Netz geraten und durch eine Schiffsschraube verletzt. Das arme Tier.<br /> <br /> Gleichzeitig ersticken weltweit etwa 300.000 Wale und Delfine in Fischernetzen, schätzt die Whale and Dolphin Conservation (WDC); sie gehen qualvoll zugrunde. Keine Gazetten sind voll davon, keine Sondersendung. Wie kann das sein?<br /> <br /> Das einzelne Tierleid bewegt uns, das Massensterben in Fischernetzen nicht?!  Wo bleibt der Aufschrei zur Rettung der 300.000 Wale und Delfine?<br /> <br /> Besonders kritisch sind die Folgen für die Tiere und die Ökologie durch den Fischfang mit Grundschleppnetzen.  Nicht mal die Meeresschutzgebiete sind davor geschützt. In Europa erfolgt lt. Schätzungen von Millage et al, (“The value of bottom trawling in Europa”, Ocean & Coastal Management, 2026) ca. 23 % der Grundnetzfischerei in Meeresschutzgebieten. Keine Sondersendung, keine Leitartikel. Nur die leise Zerstörung unserer maritimen Mitwelt und dem leisen Sterben der Meerestiere, incl. Wale und Delfine.<br /> <br /> Dabei geht es nicht nur um deren Schicksal. Es geht auch um uns! Durch das Aufwühlen des Sediments werden jährlich (Bezugszeitraum 2016 bis 2021) etwa 112 Millionen Tonne CO2 freigesetzt. Und das nur um des Profits willen! Der Nettogewinn der Fischerei wird hier von den Autoren auf 180 Millionen € pro Jahr geschätzt; die Kosten der Allgemeinheit der Studie zufolge auf etwa 2 bis 12 Milliarden €. Nimmt man nur die niedrigere Schätzung stehen jedem € Gewinn der Fischereiindustrie 11 € Schaden für die Allgemeinheit gegenüber. Ein ganz schlechtes Geschäft für die Menschen in Europa, ein ganz schlechtes Ergebnis für das Gemeinwohl.</p>
<p>In Netzen erstickte Wale, zerstörte Ökosysteme, auch in Meeresschutzgebieten und dramatisch negative ökonomisches Ergebnis für die Allgemeinheit in Europa. Wo bleibt der Aufschrei?<br /> Dieser zum Himmel stinkende Missstand gehört in die Öffentlichkeit. Ist er keine Schlagzeile und keine Sondersendung wert?</p>
<p><em>Prof. Dr. Herbert Einsiedler</em></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Klimaschutz</category>
                            
                                <category>Tierschutz</category>
                            
                                <category>Umwelt</category>
                            
                                <category>Bundesparteitag</category>
                            
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123593</guid>
                        <pubDate>Mon, 04 May 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wasserhaltende Landschaften</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/wasserhaltende-landschaften</link>
                        <description></description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde und das wichtigste Element für unser Ökosystem. Unsere Landschaften wurden seit mehr als 200 Jahren dahingehend gestaltet, Wasser so schnell wie möglich herauszuleiten. Die Folge sind verschärfte Dürre- und Hochwasser-Situationen und eine zu geringe Grundwasserneubildung und damit eine verschärfte Trinkwasserproblematik. Gleichzeitig beeinflusst dies die Klimaproblematik negativ und beschleunigt das Artensterben.</p>
<p>Einen absoluten Schutz vor Hochwasser gibt es nicht. Mit herkömmlichen Mitteln und Denkweisen, so die Überzeugung von uns ÖDP-Fachleuten die 2021 unser Hochwasser- und Dürreschutzpapier erstellten, können wir jedoch den Bedrohungslagen Starkregen und Hochwasser nicht mehr Herr werden. Dort wo der erste Regentropfen auf den Boden auftritt, soll gedanklich der Hochwasserschutz beginnen und damit automatisch der Dürreschutz.                Der Dürreschutz ist dabei nicht separat zu betrachten, sondern nur die andere Seite derselben Medaille. </p>
<p>Das Konzept sieht deshalb eine Vernetzung von Boden, Wasser, Moor, Kleingehölz, Auen und Wald zu „Wasserhaltenden Landschaften" vor. Naturnaher Hochwasser- u. Dürreschutz ist damit direkter Klimaschutz, da er durch die Vernetzung der verschiedenen Bereiche die Aufnahmefähigkeit des Bodens für Wasser erhöht und somit Kleinklimazonen schafft, die die Biodiversität und damit auch die Kohlenstoff-Aufnahme des ganzen Ökosystems erhöht und damit zur CO2-Reduktion beiträgt.</p>
<p>Es geht letztlich darum, einen Ausgleich zwischen zu viel und zu wenig Wasser in unseren Breitengraden zu finden. Der humushaltige Boden ist für uns dabei der wichtigste Wasserspeicher, den es zu schützen und aufzubauen gilt. Jeder Kubikmeter Wasser, der nicht sofort zum Abfluss kommt, entlastet bei Hochwasser und ist gleichzeitig ein Gewinn für den Natur- und Wasserhaushalt bei Trockenwetterperioden und Hitzewellen.</p>
<p>Eines der grundlegenden neuen Konzepte, die die ÖDP in ihrem Papier vorstellt, ist das „Kubaturen-Konzept KOCH" von Dr. Erich Koch. Es erhöht das Wasserrückhaltvermögen in der Landschaft und vernetzt die Kleingewässer, die nicht ständig wasserführenden Gräben, Bodensenken, Mulden und Beckenkaskaden zu einem durchgängigen Retentionsnetz. Es verbindet Hochwasser- und Dürreschutz und stärkt damit die Biodiversität.</p>
<p>Landwirte sind für die Umsetzung des naturnahen Hochwasser- und Dürreschutzes, nach unserer Überzeugung die wichtigsten Partner. Die Vergütung soll für die Landwirte, die für uns auch „Wasserwirte" sind, durch langfristige Verträge so hoch sein, dass sie ein großes Interesse an der Umsetzung auf der eigenen Fläche haben.</p>
<p>Der naturnahe, dezentrale und integrative Hochwasser- und Dürreschutz würde unser Landschaftsbild positiv verändern, Artenschutz fördern, Kleinklimazonen schaffen und damit zu den wichtigsten Klima-Anpassungsmaßnahmen beitragen. Unsere Böden und Wälder könnten somit wieder zum wichtigsten Faktor bei der Klimaheilung werden. </p>
<p><em>Otto Baronky</em></p>
<p><a href="http://www.oedp.de/themen/hochwasser">www.oedp.de/themen/hochwasser</a></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-123561</guid>
                        <pubDate>Mon, 27 Apr 2026 00:01:00 +0200</pubDate>
                        <title>Besuch beim Papst in herausfordernden Zeiten</title>
                        <link>https://www.oedp.de/aktuelles/blog-montagsgedanken/newsdetails/news/kirche-und-politik</link>
                        <description>Kirche liefert moralische Orientierung – sie darf jedoch nicht zum Instrument politischer Macht werden</description>
                        
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Als Europaabgeordnete der ÖDP besuche ich gemeinsam mit der EVP Fraktion Papst Leo IV. Die Audienz fällt in eine Zeit, in der der erste US-amerikanische Papst auf dem Stuhl Petri ausgerechnet aus seinem Heimatland angegriffen wird.</p>
<p>Gerade weil Leo XIV. Amerikaner ist, versuchen Teile der US-Regierung, ihn für eigene Zwecke zu vereinnahmen. Namen wie Marco Rubio oder JD Vance stehen exemplarisch für eine Politik, die Religion als Machtinstrument begreift. Doch Leo zieht hier eine klare Grenze: Kirche ist keine verlängerte Werkbank politischer Interessen.</p>
<p>Im Zentrum seines Wirkens steht ein universeller Begriff der Nächstenliebe. Sie gilt allen Menschen – unabhängig von Herkunft, Nation oder Nähe. Diese Haltung ist gerade in Zeiten globaler Spannungen von entscheidender Bedeutung.</p>
<p>Ebenso entscheidend ist der ökologische Auftrag der Kirche. Mit „Laudato si’“, geprägt von Papst Franziskus, wird eine ganzheitliche Ökologie formuliert, die Umwelt- und Naturschutz, soziale Gerechtigkeit und Verantwortung für kommende Generationen verbindet. In einer Zeit von Klimakrise, Artensterben und Ressourcenknappheit braucht es genau diese moralische Klarheit. Der Papst sollte diesen Schwerpunkt weiter stärken – ebenso wie seinen Einsatz für Frieden in einer Welt, die zunehmend von Konflikten geprägt ist.</p>
<p>Politik kann und sollte sich an diesen Maßstäben orientieren, ohne sie zu vereinnahmen. Kirche liefert moralische Orientierung – sie darf jedoch nicht zum Instrument politischer Macht werden.</p>
<p>Der Besuch bietet daher für mich eine wichtige Chance: für einen ehrlichen Dialog über Frieden, Verantwortung und den Schutz unserer gemeinsamen Lebensgrundlagen. Denn beides gehört untrennbar zusammen – der Einsatz für die Schöpfung und der Einsatz für den Frieden.</p>
<p><em>Manuela Ripa,<br /> Mitglied des Europäischen Parlaments,<br /> Mitglied des ÖDP-Bundesvorstands</em></p>]]></content:encoded>
                        
                        
                    </item>
                
            
        </channel>
    </rss>


