Demonstration für Entschleunigung anlässlich des ÖDP-Bundesparteitags

Von Lars Beer

Am Samstag, den 19.11.2016 gab es eine Demonstration für Entschleunigung. Zentrales Thema: „Das Mehr im Weniger“ und „Weniger Stress – mehr Lebensqualität“.

Im Rahmen des 51. Bundesparteitages der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) fand an diesem Tag eine Entschleunigungsdemo durch die Bonner Innenstadt statt. Die Teilnehmer demonstrierten, um für eine entschleunigte Welt – weg vom immer höher, immer schneller und immer weiter - einen Teil beizutragen und die Bonner Bürgerinnen und Bürger zu informieren, zu motivieren und zu zeigen, dass es die ÖDP überhaupt gibt.

Die ständige Verbreitung von Wachstumsdogmen und der Konsumrausch unserer Überflussgesellschaft stellen ein großes Problem dar. Das zeigte ein Blick in die Menge und belegt eine Straßenumfrage auf dem Marktplatz. Kurz nach dem offiziellen Veranstaltungsbeginn gleicht der Demonstrationszug einem buntem Fahnenmeer. Gekommen sind Menschen aller Alters- und Berufsgruppen. Neben den Parteitagsdelegierten schlossen sich einige Bürgerinnen und Bürger spontan dem Demonstrationszug an. Dr. Gambarov, gebürtig in Aserbaidschan, ist einer von diesen und ergänzt: „Für mich ist es sehr wichtig, dass die Menschen sich aufraffen, für gute Werte kämpfen und demonstrieren und für positive Veränderung sich engagieren.“

Auf dem Marktplatz wurden die Demonstranten von der Friedensmahnwache Bonn dazu eingeladen, eine kurze Rede zu halten und sich kurz vorzustellen. Gerne wäre die Gruppe länger geblieben, aber die Polizei hat uns aufgefordert, wir mögen doch bitte weiter ziehen.

Auf den Plakaten standen Aussagen wie „Nach dem Konsum-Rausch kommt der Konsum-Kater“ und „Mensch vor Profit“. Letzteres war neben den Rufen des Zuges wie „Ja, ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt – ja, wie denn?! (Bernd Richter)“ auch ein Ausruf. Zusammengefasst war es eine großartige öffentlichkeitswirkame Aktion, die von sehr vielen Menschen in einer – des Weihnachtsmarktes wegen – gut gefüllten Bonner Innenstadt, gesehen wurde. In meinen Augen muss die ÖDP so häufig wie möglich an die Öffentlichkeit und sich nicht zu sehr mit sich selbst verheddern.

Lars Beer, Jahrgang 1996, studiert Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit und Umweltschutz an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve. Er engagiert sich bei der Welthungerhilfe und ist stellvertretender Landesvorsitzender von NRW.

Fotos: ÖDP Bundespressestelle.

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