Höhere Rentenversicherungsbeiträge für Kinderlose

Lasst uns für die Alten beten, denn sie sind einen weiten Weg gegangen. Lasst uns für die Jungen beten, denn sie haben einen weiten Weg zu gehen.

Lasst uns für die dazwischen beten, denn sie tragen die Last der Arbeit.

Dieses Gebet aus Afrika zeigt die Lebensweisheit, dass es beim Generationenvertrag um drei Generationen geht. Generationenvertrag heißt, für die Alten sorgen und in die Kinder investieren, die einmal für die jetzt Erwerbstätigen sorgen sollen. Die sogenannte Rentenversicherung ist eine Solidaritätsabgabe für die nicht mehr Erwerbstätigen, die „Versicherung“ beruht auf dem Prinzip Hoffnung, dass eine künftige Generation von Beitragszahlern willens und in der Lage sein wird, die Renten zu bezahlen. Es geht darum, anzuerkennen, dass das Großziehen von Kindern und die Erziehungsleistung der Eltern eine Leistung für die Gesellschaft ist, die auch materiell gewürdigt werden muss. Es geht nicht darum, Kinderlosigkeit zu bestrafen es geht um gerechte Lastenverteilung. Die Investition in die Zukunft der Gesellschaft kann sich nicht in der Finanzierung von Kitas erschöpfen, sie muss auch im Blick haben, dass ein Kind auch dann kein Armutsrisiko sein darf, wenn es die Eltern selbst betreuen wollen.“

 

Dieter Nießner, Sprecher Bundesarbeitskreis Christen und Ökologie


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