Inklusion braucht Bewegung von uns allen

Die stellvertretende Vorsitzende des Bundesarbeitskreis Teilhabe in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Marina Fraas, fordert mit anderen InklusionsbotschafterInnen die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Welttages der Menschen mit Behinderungen, der traditionell am 3. Dezember begangen wird, fordern die derzeit 100 InklusionsbotschafterInnen verstärkte Anstrengungen für die Inklusion und für die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. „Inklusion geht uns alle an und wir alle können in den Bereichen, in denen wir aktiv sind, auch etwas ganz Konkretes tun, damit behinderte und nichtbehinderte Menschen gleichberechtigt leben können und von Anfang willkommen sind“, erklärte Susanne Göbel, Koordinatorin des Modellprojektes „InklusionsbotschafterInnen – Vernetzung von UnterstützerInnen auf dem Weg zur Inklusion“. Das Projekt wird vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) noch bis Ende 2019 durchgeführt und von der Aktion Mensch Stiftung gefördert.

„Inklusion ist kein bloßes Wunschdenken, sondern ein von den Vereinten Nationen festgeschriebenes und von Deutschland 2009 ratifiziertes Menschenrecht. Denn die Alternative wäre, dass wir weiterhin akzeptieren, dass behinderte Menschen an den Rand gedrängt, diskriminiert und ausgegrenzt werden. Viele gute Beispiele zeigen, dass behinderte Menschen, wie alle anderen auch, mitten in der Gesellschaft leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können, wenn sie die entsprechende Unterstützung und Rahmenbedingungen bekommen. Inklusion beschränkt sich dabei nicht nur auf behinderte Menschen, sondern betrifft alle Menschen“, erklärte Susanne Göbel, Koordinatorin des Modellprojektes. Bundesweit setzen sich derzeit 100 Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen in ihrem Umfeld und Wirkungskreis dafür ein, dass mehr Inklusion gewagt und dies konkret umgesetzt wird.

Die stellvertretende Vorsitzende vom „BAK Teilhabe“ Marina Fraas aus Dresden erklärt: „Ich setze mich u.a. für Bewusstseins-Bildung und Interessens-Selbst-Vertretung behinderter Menschen ein. In unserer Gesellschaft sollte das Wort „Behinderung“ zum Leben mit dazu gehören und keine negativen Vorurteile oder Befangenheiten wecken. Diese Schubladen in den Köpfen sind komplett überholt!“

Im sächsischen Landesbeirat für die Belange von Menschen mit Behinderung (SLB) setzt sie sich außerdem für eine gute Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) in Sachsen ein. „Ich denke, es kann nicht sein, dass wir Betroffenen bei den Verhandlungen des Rahmenvertrages zu den sogenannten Teilhabeleistungen zwar angehört werden, aber kein Stimm- oder Vetorecht zugesagt bekommen. Die Leistungserbinger und Kostenträger entscheiden also letztlich ohne uns. Teilhabeleistungen bestimmen maßgeblich, wie der Einzelne sein Leben gestalten kann. „Nicht über uns – ohne uns“ steht im Grundsatz der UN-Konvention."

So wie Marina Fraas engagieren sich auch andere ÖDP’ler im „BAK Teilhabe“ für beispielsweise Barrierefreiheit, Pflege, Assistenz und Teilhabe an der Gesellschaft, wie inklusive Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten. „Wir wollen auch innerhalb der ÖDP, das Bewusstsein darüber schärfen“, erklärt Marina Fraas.   


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