27.10.2016

Martin F. Dreß als Vorsitzender der ÖDP Niedersachsen bestätigt

Parteitag fordert Bau- und Planungsstopp für A20

v. l. Martin F. Dreß, Andreas Roling, Iko Schneider, Harald Bister und Ole Feldmann. Foto: ÖDP Niedersachsen

Der diesjährige Landesparteitag der niedersächsischen Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) im Nordwest Hotel in Bad Zwischenahn stand ganz im Zeichen von turnusmäßigen Wahlen. Inhaltlich beschäftigten sich die aus ganz Niedersachsen angereisten Mitglieder nach einem Grußwort des Bad Zwischenahner Bürgermeisters Dr. Schilling mit der niedersächsischen Verkehrspolitik. Im Zentrum stand dabei der Vortrag von Susanne Grube (Westerstede), Sprecherin der "Ammerländer Bürger gegen die A 20".

Im Anschluss an den Vortrag wurde durch die Mitglieder deutlich, dass auch die niedersächsischen Ökodemokraten dieses Projekt für verkehrsplanerisch inakzeptabel und in der Kosten Nutzenanalyse als völlige Fehlinvestition einstufen. Mehrere Redner warfen sowohl der Landespolitik als auch Wirtschaftsvertretern vor sich, einer sachlichen Diskussion  zu entziehen und angebliche wirtschaftliche Interessen vor gesunden Menschenverstand und der Schutz von Umweltressourcen zu stellen. Der Landesvorstand wurde daher aufgefordert die A20 - Gegner zum Beispiel durch den Eintritt in den Klageverbund zu  unterstützen.

Der Nachmittag gehörte dann den Wahlen zum Landesvorstand, und diverser weiterer Parteiämter.  Zudem berichteten die Vertreter der Kreisverbände über die aktuelle Entwicklung. Hier verfolgten die ÖDP Vertreter vor allem interessiert den Berichten aus Bad Zwischenahn und Wiesmoor, wo die ÖDP bei der diesjährigen Kommunalwahl Mandate erringen konnte. Weiterhin wurden Ehrungen vorgenommen. So konnte Herrn Jürgen Rosenwinkel die Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft überreicht werden.Die weiteren Jubilare Bert Swafing, Brigitte Giese, Angelika Aldag, Jens Aldag, Dr. Harald Junius und Bernd Wille waren leider verhindert.

Zentraler organisatorischer Punkt waren die Wahlen zum Landesvorstand. Als einziger Kandidat stellte sich der 54 Jährige Bad Zwischenahner Dipl. Ingenieur. agr. und Berufsschullehrer Martin F. Dreß den zahlreich erschienen Mitgliedern vor. In seiner Vorstellungsrede machte Dreß neben dem Einsatz für das gesamte ÖDP Programm drei Schwerpunkte seines Engagements deutlich. So sei ihm die Energiepolitik hin zu einer ökologischen, von verantwortungsvollem Einsatz erneuerbarer Energien geprägten Energieerzeugung bis zum Energiesparen wichtig. Weiterhin sei ihm die Stärkung der Familien und der Einsatz für eine von Lobbyismus befreite Wirtschaftspolitik ein sehr wichtiges Anliegen. Zentraler Schwerpunkt seiner Vorstandsarbeit soll der Aufbau weiterer Untergliederungen also Kreisverbände und die Erhöhung des Bekanntheitsgrades der ÖDP und eine Zunahme der Mitglieder sein. Dies soll im Hinblick auf die Bundestagswahlen 2017 erfolgen.

Mit überwältigender Mehrheit wurde Dreß dann nach einer kurzen Aussprache als Landesvorsitzender bestätigt. Als weitere geschäftsführende Vorstandsmitglieder wählten die anwesenden Mitglieder erneut den Nordhorner Pflegepädagogen Andreas Roling zum stellvertretenden Vorsitzenden. Iko Schneider aus Hannover wurde als Schatzmeister bestätigt. Als neue Vorstandsmitglieder wurden Ole Feldmann, Student aus Lüneburg als Schriftführer und der Industriemechaniker Harald Biester aus Nordhorn als Beisitzer gewählt.

Elmar Stamm und Klaus Joachim Arndt wurden zu Kassenprüfern bestimmt und auch das Landesschiedsgericht konnte mit Theo Gassmann, Frank Schöne und Klaus – Joachim Arndt kompetent besetzt werden.

Nach einem kurzen Ausblick auf die Vorbereitungen zur Bundestagswahl bedankte sich Dress im Namen des Landesvorstandes für den harmonischen Parteitag und rief alle Mitglieder auf weiter engagiert für die Programmatik der ÖDP zu werben und den Antritt zur Bundestagswahl mit dem Sammeln von Unterstützungsunterschriften zu unterstützen.