Ach Kinder!

Über ein interessantes Experiment am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer Ausgabe vom 15. März: Kleine und größere Kinder wurden vor die Aufgabe gestellt, bestimmte Güter fair und gerecht mit anderen Kindern zu teilen. Ergebnis: Die Kleinen haben zwar eine Ahnung von Gerechtigkeit, können sie aber nicht in die Tat umsetzen; der eigene Vorteil dominiert das Verhalten, selbst wenn durch mehr Gerechtigkeit auch für einen selbst mehr herausspringen würde. Erst ältere Kinder sind zur Fairness beim Teilen fähig, weil der „präfrontale Kortex“ besser ausgebildet ist – jene Gehirnregion, in der die „Vernunft“ das Verhalten steuert. Mich wundert dieses Ergebnis: Wird das Weltwirtschaftssystem vielleicht von Exemplaren der Gattung homo sapiens gesteuert, deren präfrontaler Kortex auf einem kleinkindhaften Stand geblieben ist? Wie sonst wäre es erklärbar, dass nach wie vor Handelsabkommen so gestaltet werden, dass Fairness auf der Strecke bleibt, obwohl alle wissen, dass auf Dauer nur mehr Gerechtigkeit den Frieden für alle sichern kann?   


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