Angriff auf Amazonien

Und wieder hat Brasilien ein großes Stück Amazonas-Urwald – bisher Naturschutzgebiet – für den Rohstoffabbau freigegeben.

Es ist wieder eine Niederlage für alle Verteidiger indigener Völker, für die Freunde der Wildnis und ihrer wunderbaren Artenvielfalt, für alle Menschen, die sich um die Abwehr des Hitzetodes unseres Planeten sorgen.

Viele werden sagen: Die schlimmen Brasilianer! Diese korrupte Regierung! Diese Verächter ökologisch-sozialer Notwendigkeiten! Es ist aber auch Grund, sich selber an die Brust zu schlagen: Getrieben wird die Zerstörung Amazoniens letztlich von der Rohstoffgier der globalen Konsum- und Industriegesellschaft, zu der wir auch gehören. Selbst die von vielen mit guten Gründen gewünschte Elektromobilität läutet leider eine neue Runde der Rohstoffexploration ein: Während ein lausiges Mobiltelefon 10 Gramm Kobalt benötigt, braucht eine gute Batterie für ein E-Mobil 15 000 Gramm dieses Metalls. Leider ist der Kongo das Hauptexplorationsgebiet… Wir wissen, welche Konflikte dort herrschen und unter welchen Bedingungen dort - auch von kleinen Kindern - gearbeitet wird.

Wer über die Zerstörung Amazoniens und über die Konflikte in anderen, Rohstoffe besitzenden Ländern klagt, hat Grund, die Rohstofffrage zu stellen: Weniger wäre die Lösung. 


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