Cooling

Wenn eines Tages die Geschichte der versäumten Möglichkeiten in Sachen „menschengemachte Überhitzung des Planeten“ geschrieben wird, dann wird es wohl neben einem Kapitel zur Präsidentschaft Trump auch ein höchst erschütterndes Kapitel über die klimazerstörenden Absurditäten geben, die seinerzeit, am Anfang des 21. Jahrhunderts von homo sapiens bewusst geplant und organisiert wurden. Eine solche Absurdität hat kürzlich ein hochrangiger Manager des internationalen Skizirkus in begeistertem Ton im Bayerischen Rundfunk vorgetragen: Um wirklich guten Kunstschnee in ausreichender Menge für die großen Rennen und für den Skitourismus produzieren zu können, gehe man jetzt dazu über, das Wasser in den künstlich angelegten riesigen Vorratsbecken auf 2 Grad herunter zu kühlen. Nur so könnten die „Schneekanonen“ ordentlich arbeiten. Das koste zwar viel Geld, bringe aber sehr gute Ergebnisse. Mit 8 Grad warmem Wasser, wie es die Natur leider nur bereithalte, könne man keinen guten Schnee erzeugen, meinte der Manager. Er sprach vom Geld. Dass das „cooling“ (so nannte der Herr aus Südtirol das Verfahren) auch Energie frisst und unser irrsinniger Energieverbrauch das Klima ruiniert, fand er nicht erwähnenswert.

Angesichts solcher technischer Fortschritte fällt es ebenso schwer, "cool" zu bleiben wie angesichts der Aktivitäten von Mister T.


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