Danke, Geist!

Bekanntlich ist Pfingsten das Fest, das man zwar als Urlaubstermin sehr gerne hat, aber in seinen Inhalten kaum noch versteht. Worum geht es da? „Keine Ahnung“ sagen bei Umfragen viele Deutsche.

Mir ist Pfingsten lieb und teuer, weil dieses Fest eine Grundfrage der Philosophie anspricht: Sind wir in unserem Verhalten und Denken zwangsläufig von den materiellen Verhältnissen gesteuert oder gibt es „den Geist“, der uns befähigt, unabhängig von materiellen Bedingungen und vielleicht sogar gegen unsere materiellen Interessen zu handeln?

Pfingsten behauptet, dass wir unsere Ängste, die materiellen Zwänge und die Ideenarmut überwinden können. Der pfingstliche „Geist“ hat z.B. Widerstände in Diktaturen ermöglicht, obwohl die widerständigen Personen klar erkannt hatten, dass ihr Leben und ihre materielle Existenz dadurch gefährdet war.

Dieser Geist motiviert auch heute das Denken und Handeln gegen herrschende „Mega-Trends“, gegen den „main-stream“, für kreatives Anders-Sein und für die Überwindung des rücksichtslosen Egoismus. 

Ich liebe Pfingsten und ich hoffe darauf, dass der Geist nicht vergeht. Danke Geist!


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