Das große Erschrecken

über die Mordtaten rechtsextremistischer Terroristen und das Erstaunen über die Schwächen bei der Verfolgung solcher Täter reicht nicht. Ich meine, dass wir auf ein tief gehendes Defizit hingewiesen werden: Es ist nicht gelungen, in einer weitgehend religionsarmen Gesellschaft für sinnstiftende Werte und Grundüberzeugungen echte Zustimmung und aktives Engagement auszulösen. Konsum und Unterhaltung („Brot und Spiele“) reichen eben nicht aus, Menschen glücklich zu machen und sie vor destruktivem Verhalten zu bewahren. Artikel 1 des Grundgesetzes muss als Basis eines leidenschaftlichen Verfassungsengagements von uns allen offensiver vertreten werden: Die „Würde des Menschen“ als unantastbarer Zentral-Wert unserer Gesellschaft sollte religiöse und religionslose Demokraten und Humanisten gemeinsam begeistern. Wir brauchen Leidenschaft für das Grundgesetz! Ich vermute, dass Rechtsextremisten in den entscheidenden Jahren ihrer Prägung auf ein Werte-Vakuum gestoßen sind, das dann von Rassismus und Zynismus gefüllt wurde.

 


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