16.04.2012

Frühling

Bernhard G. Suttner

Ein Blick aus dem Fenster, ein Schritt vor die Tür – in dieser Jahreszeit muss man nicht lange suchen, um die Kraft der Natur zu sehen, zu riechen, zu hören und zu spüren. Es schadet nicht, sich manchmal klar zu machen, wovon wir wirklich leben: Es ist die Fotosynthese. Jede noch so unscheinbare Pflanze verfügt über die Fähigkeit, mit Hilfe von Sonnenlicht, Wasser, Boden und atmosphärischem Kohlenstoff all das zu sammeln und zusammenzubauen, wovon Tiere und Menschen leben. Dass dieser Prozess als „Nebenprodukt“  Sauerstoff liefert und großartige Schönheitserlebnisse ermöglicht, sollte ebenfalls dazu motivieren, das Pflanzenleben hoch zu achten. Es ist eigentlich selbstverständlich, dass man sich als denkender und fühlender Mensch für den Erhalt und die Stabilität dieses fantastischen Systems einsetzt und versucht, hier keine Störungen oder gar Zer-Störungen zuzulassen. Naturschutz im privaten Verhalten, vor allem aber auch die politische Förderung einer Wirtschaftsweise im Einklang mit den grundlegenden Lebenssystemen hat nichts mit „Verzicht“ zu tun: Es geht darum, die verschwenderische Fülle des Planeten zu erhalten.

Kategorie: Werte / Menschenbild, Umwelt