Für eine bessere Software

Sie sind nicht beliebt, oft sogar verhasst: Die supranationalen Konstrukte. Besonders unter Beschuss (Stichwort: Brexit) steht die EU. Noch intensiver in der Kritik (Stichwort: Osterweiterung, neuer kalter Krieg) steht die NATO. Auch für OECD, WTO und Weltbank gibt es kaum begeisterte Bewunderer… Nur die UN kommen relativ glimpflich davon – kein Wunder: Ihre Möglichkeiten sind sprichwörtlich schwach; entsprechend selten kriegt der einfache Mensch etwas von der UN zu spüren.  

Es ist auch fast unmöglich, ohne massive Kritik auf die internationalen Organisationen und supranationalen Gebilde zu blicken: Demokratiedefizite, Geheimdiplomatie, Tendenz zur Machtkonzentration bei zentralistischen Strukturen.

Dennoch: Die Alternative zu supranationalen Organisationen, Bündnissen und Institutionen ist die Rückkehr zu einer rein nationalen Politik. So unsympathisch einem die schwierigen Verfahren des Interessensausgleichs in EU, NATO, UN, WTO und anderen sein mögen – so sehr sollte es uns vor einer Renationalisierung der Weltpolitik, vor einer Vergottung der eigenen Interessen, grausen. Weder das Klimadesaster noch die schreiende Ungerechtigkeit im Welthandel sind ohne globale Zusammenarbeit zu heilen. Die internationalen Organisationen und Institutionen sind als Hardware unverzichtbar. Ihre Software muss demokratisch und ethisch verändert werden.


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