Goldiges Regensburg

Meine Geburtsstadt Regensburg ist UNESCO-Welterbe. Als solches wird sie in diesem Jahr die offizielle 100-Euro-Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland zieren. Der Zeitpunkt für diese Ehrung in Gold – diesem alten Symbol von Macht und Prunk, zu dem laut Goethe „alles drängt“ – hätte vom Schicksal nicht besser gewählt worden sein können: Regensburg und seine Staatsanwälte fragen sich nämlich derzeit, ob alle goldenen Nasen in dieser Stadt auf legalem Weg erworben wurden…

Es geht um Parteispenden in Höhe von rund 650 000 Euro. Empfänger war ein kleiner Stadtteilverband der SPD, dessen Vorsitzender der vor 2 Jahren gewählte Oberbürgermeister ist. Praktischerweise ist die Frau des OB die Schatzmeisterin der betreffenden Parteigliederung. Mit dem Geld wurde ein opulenter und sehr erfolgreicher Wahlkampf hingelegt.

Spender sind drei Immobilienfirmen, die mit ihren vielen Töchtern in der „boom-town“ Regensburg höchst aktiv sind. Man kann sagen: Sie prägen die Landschaft dieser Stadt...

Ich nehme an, dass die Korruptionsvorwürfe der Staatsanwaltschaft nicht erhärtet werden. Wir haben es lediglich mit dem alltäglichen Parteispendenskandal zu tun: „Machen doch alle!“ sagt Regensburgs SPD-OB. „Machen doch alle“ denken die Bürger. „Machen doch alle“ höre ich seit Jahren von achselzuckenden Journalisten.

Ich sage: Wer sich als Demokrat von Firmen und Konzernen Geld geben lässt, verliert seine Unabhängigkeit und verrät seine Verpflichtung auf das Gemeinwohl. Die ÖDP nimmt von Firmen keinen Cent. 


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