Keine Heuschrecke

Herr Merz will also zurück in die Politik. Das ist sein gutes Recht. Der Aufsichtsratsvorsitzende von Blackrock betonte bei seiner Vorstellungs-Pressekonferenz, dass diese riesige Investorengruppe keine „Heuschrecke“ sei.

Im Finanzsystem hat sich der Begriff der „Heuschrecke“ eingebürgert, um damit die Handlungsweisen destruktiver Investoren zu bezeichnen: Eine Firma übernehmen, ausschlachten, abstoßen. Das tut Blackrock nicht. Aber die Firma von Herrn Merz steht wie kaum eine andere für die Ideologie des „shareholder-value“: Danach hat ein Unternehmen ausschließlich dem Interesse der Anteilseigner, also der Kapitalgeber zu dienen: Mehr Umsatz, mehr Gewinn, am besten: Marktbeherrschung. Diese Wachstumstreiber-Ideologie saugt nicht nur den Planeten aus, sondern steht auch im Gegensatz zur Idee der Gemeinwohlwirtschaft.

Herr Merz ist nicht zufällig Aufsichtsratsvorsitzender des größten weltweit tätigen shareholders geworden. Der Mann denkt so. Er wird die CDU von allen Resten ihrer christlich-ordoliberal geprägten Gründungsideen befreien und zu einer marktradikalen Partei machen. Ich bin gespannt, ob er dazu freie Hand bekommt.


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