Leichter Abschied

Vor gut drei Jahren hat Deutschland zusammen mit allen anderen Staaten der UN feierlich ein Dokument mit 17 Nachhaltigkeitszielen unterschrieben. Bis 2030 sollen vorrangig Hunger und Armut in der Welt bekämpft werden. Die Bildung - vor allem der Mädchen - soll weltweit vorangebracht werden. Gesundheitsversorgung, Trinkwasserqualität und Energie soll allen Menschen auf nachhaltige Weise vermittelt werden. Und natürlich: Einsatz für mehr der Klimaschutz!  Allen Staaten war klar, dass die Verwirklichung der 17 Ziele nicht mit einem Fingerschnipp gelingen wird; dennoch hat man sich gegenseitig versprochen, hart in diese Richtung zu arbeiten, weil wohl nur so die weitere Destabilisierung des Planeten verhindert und z.B. die Bevölkerungszunahme wirksam begrenzt werden könnte.  

In Deutschland ist für die Verwirklichung dieser Ziele vor allem das Ministerium des Bundesentwicklungsministers Gerhard Müller (CSU) zuständig. Genau diesem Minister wird jetzt mit dem neuen Bundeshaushalt das Geld zunächst eingefroren und im nächsten Jahr gekürzt. De facto verabschiedet sich Deutschland mit diesem Bundesetat von den Nachhaltigkeitszielen der UN. Es scheint ein leichter Abschied ohne großen Schmerz zu sein. Für Herrn Müller wirft sich niemand von der Führungsriege seiner Partei in die Bresche…


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