Sibirische Kälte

mit dauerhaft zweistelligen Minusgraden liegt über dem Land. Wer „in geordneten Verhältnissen“ mit regelmäßigem Einkommen lebt, hat kein Problem, seine Wohnung ausreichend zu beheizen. Wer sich aber in „prekärer“ Lebenslage befindet, kann sogar in Lebensgefahr geraten. Schon wird über „Kälte-Tote“ berichtet.  An solchen Tagen wird jedem bewusst, dass Energie ein echtes „Lebens-Mittel“ ist – so wie das tägliche Brot. Umso mehr wundere ich mich, wie leichtfertig nach wie vor mit diesen wertvollen Gütern umgegangen wird: Das Wegwerfen großer Mengen von Nahrungsmitteln ist bei uns ebenso tägliche Praxis wie  die Vergeudung von Energie. Offensichtlich sind wichtige Anreizsysteme in der Industriegesellschaft falsch programmiert: Verschwendung fördert das Wachstum. Sorgfältiger Umgang mit den Gütern würde das Wachstum dämpfen. Da Wachstum als Allheilmittel gilt, muss sich niemand wundern, dass Einsparung kein ehrliches Ziel ist.


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