Vor 20 Jahren...

lieferte die Konferenz von Rio ein mehrhundertseitiges Aufbruchssignal: Die „Agenda 21“ war geboren – eine „ to-do-list“ für unser Zeitalter. Dass die Jubiläumskonferenz jetzt an der allgemeinen Interessenverlagerung (weg von den Öko– hin zu den Geldproblemen) scheitern würde, stand schon vor dem Beginn fest. Frau Merkel zog es vor, zum Fußballspiel zu fahren – wer wollte es ihr verdenken? Jetzt lese ich, dass Rio 2012 doch ein sehr wertvolles Treffen gewesen sei: Man habe sich unter den Teilnehmern auf vielfältige Weise über sehr wichtige und interessante Handlungsmöglichkeiten ausgetauscht: „best practice“-Ansatz heißt das. Ich frage mich, ob es auch Austausch gegeben hat, über das, was man am besten überhaupt nicht mehr tut. Ich vermute, dass es sich hier um eines der letzten Tabus handelt: Auf bestimmte, allgemein übliche Dinge und Vorgänge verzichten. Nicht nur „best practice“ brauchen wir, auch „best do not“!


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