Waldsterben 2.0

Wer derzeit mit Forstleuten spricht, hört oft das Wort „apokalyptisch“. Auch von „Waldsterben 2.0“ ist die Rede. Die Fachleute sind alarmiert, weil es Bäumen vieler Arten und auch schon vergleichsweise jungen Exemplaren so schlecht geht. Seit Jahren herrscht ein Feuchtigkeitsdefizit in den Böden. Dieses wiederum hindert die Nadelbäume daran, Harz zur Abwehr von Borkenkäfern zu bilden. Das von vielen Menschen so sehr geschätzte „gute Wetter“ ist auch für den Borkenkäfer „gut“, weil er schon bald nicht nur eine dritte, sondern vielleicht sogar eine vierte Generation von Nachkommen in die Welt setzen kann.

Als „apokalyptisch“ bezeichnen die Förster die Situation auch deshalb, weil keinerlei Gegenmittel derzeit bekannt sind. Anders als beim Walsterben 1.0 in den 80er Jahren gibt es keine technische Möglichkeit, dem Wald zu helfen. Damals wurde in einer großen Aufklärungs- und Protestbewegung die Entschwefelung der großen Kraftwerke durchgesetzt, was zu einem Ende des „sauren Regens“ und zur Erholung des Waldes führte. Gegen Waldsterben 2.0 gibt es kein technisches „Sofortprogramm“. Nicht nur der Wald braucht die grundlegende Transformation der menschlichen Lebensweise: Vorsicht, Zurückhaltung, rechtzeitige Beachtung aller Warnzeichen aus der Natur. 


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