Billige Milch zerstört die Existenz von Milchbauern weltweit

Wagner (ÖDP): „Hört auf, Kühe und Bauern zu verpulvern!“

Mit ihrer Devise „Wachse oder Weiche“ hat die unverantwortliche EU-Agrarpolitik ein massives Überangebot an Milch hervorgerufen, unter dem die Milchbauern nicht nur in Deutschland leiden. Diese Meinung vertritt der Vorsitzende des Bundesarbeitskreises Landwirtschaft, Tierschutz und Gentechnik der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Klaus Wagner. „Die billige Milch zerstört Höfe weltweit“, ist sich Wagner sicher. Die europäischen Milchpulverexporte zu Billigpreisen schädigen zudem die Landwirtschaft in den Ländern des Südens, weil die heimischen Milchbauern mit den Preisen der Milchpulverimporte nicht konkurrieren können. Begünstigt wird dies alles durch fragwürdige Freihandelsabkommen, die in diesen Ländern nur billige Rohstoffproduzenten und Abnehmer für die eigene Überproduktion sehen.

Um die Milchpreiskrise dauerhaft zu lösen, muss die produzierte Menge drastisch zurückgefahren und das Vermarktungskonzept von Grund auf geändert werden. Wagner schlägt folgende Maßnahmen vor:

„In einer Welt, für die wir eine gemeinsame Verantwortung haben, ist kein Platz mehr für derartig destruktive Exporte. Stattdessen muss die bäuerliche Landwirtschaft in Europa, wie auch in den Ländern des Südens gestärkt und mit Methoden der Agrarökologie weiterentwickelt werden“, fordert Klaus Wagner von der ÖDP.

Foto: Benshot - Fotolia.de

Zurück

Teilen Mail Bookmark Drucken
Die ÖDP Ökologisch-Demokratische Partei verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen