Erhöhte Strompreise wegen Atomkraft

Wir erzeugen zu viel Strom. Rein rechnerisch laufen zwei große deutsche AKW nur für den Export. Wie sich aus den Daten der Leipziger Strombörse ergibt, sind unsere Stromleitungen durch Überproduktion manchmal so verstopft, dass bis zu 15 Cent pro Kilowattstunde an jeden bezahlt werden, der an der Börse Strom abnimmt. Das kommt daher, dass Atomkraft-werke nicht kurzfristig ihre Leistung drosseln können, selbst wenn ihr Strom nicht gebraucht wird. Dazu Prof. Buchner, der Bundesvorsitzende der ÖDP: "In solchen Situationen zahlen wir für den Strom dreifach: Für den Wind- und Solarstrom, der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz immer eingespeist werden kann, dann für den Atomstrom und schließlich für die Vernichtung dieses überschüssigen Stroms."

 

Es ist also klar, dass die Strompreise durch die Laufzeitverlängerung nicht sinken. Wir brauchen die AKW auch nicht als Brückentechnologie. Denn die technischen Probleme durch das Überangebot von Strom machen den weiteren Ausbau der Erneuerbaren unwirt-schaftlich. Außerdem ist ein Umbau unserer Stromnetze notwendig, wenn der Anteil an erneuerbarer Energie steigen soll. Die Konzentration auf Wind- und Solarenergie macht uns nämlich vom Wetter abhängig. Technische Lösungen für dieses Problem gibt es genügend (z.B. Ausgleichskraftwerke mit heimischer Biomasse, Geothermie, Wasserkraft aus Norwe-gen in einem europäischen Gleichstrom-Verbundnetz). Die Laufzeitverlängerung blockiert jedoch ihre Umsetzung.

 


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