Gut gemeint ist nicht gut gebaut!

ÖDP bewertet das geplante Baukindergeld

Die Regierung möchte sich finanziell stärker für Familien mit Kindern einsetzen und bringt das geplante Baukindergeld auf den Weg. Was erst einmal nach einer guten Idee klingt, ist jedoch für den Politiker der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Sebastian Högen, der falsche Ansatz, um Familien mit Kindern den Rücken zu stärken.

„Prinzipiell sollten alle Kinder von dem ‚Geldsegen‘ profitieren. Bei dem geplanten Baukindergeld können jedoch nur die Kinder der reichen bzw. besserverdienenden Familien profitieren. So wird die Schere zwischen Arm und Reich nicht geschlossen. Kinder, die aus sozial schwächeren Familien kommen, bzw. deren Eltern mit Sozialleistungen aufstocken oder den Mindestlohn erhalten, schauen in die Röhre, da letztere sich den Haus- oder Wohnungskauf bzw. das Bauen eines Hauses gar nicht leisten können. Hier wäre es besser, wenn man das Geld in mehr öffentliche Freizeitmöglichkeiten investieren würde, wie z.B. Jugendtreffs oder Sportförderung“, meint Sebastian Högen. In Deutschland waren 2015 rund 15% der Kinder und Jugendlichen auf Hartz IV angewiesen. Deren Familien werde durch das Baukindergeld nicht geholfen. „Wir brauchen eine bessere Unterstützung von jungen Eltern. Neugeborene müssen eine Willkommenskultur erleben. Kinder müssen uns mehr Wert sein, egal aus welcher Gesellschaftsschicht sie stammen. Wir müssen finanziell schwache Familien besser unterstützen, damit die Kinder einen guten Start in ihr Leben bekommen und nicht das Bauen wohlhabender Menschen weiter fördern. Das Baukindergeld ist ein Luxusgeschenk und keine Kampfansage an die Kinderarmut!“, empört sich Högen, Mitglied des ÖDP-Bundesvorstands aus Dresden.

„Wenn wir die Kinderarmut beseitigen wollen, geht das nur über Sofortmaßnahmen, die direkt beim Kind ansetzen, und nicht über eine indirekte Bauförderung.“ Diese Maßnahme sei von der Ausrichtung her vergleichbar mit der Abwrackprämie für alte und dreckige Autos. Letztlich handele es sich beim Baukindergeld nur um einen weiteren Versuch, die Bauindustrie zu fördern, und sich dabei in Richtung Bevölkerung gönnerhaft zu zeigen. „Explodierende Immobilienpreise werden so nicht bekämpft und erst recht wird kein Anreiz zu ökologischem Bauen gegeben“, meint Högen.


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