Jürgens: „Wir wollen Taten sehen!“

Die ökologisch demokratische Partei (ÖDP) äußerte sich verhalten positiv zu der Stellungnahme der schleswig-holsteinischen Umweltministerin Juliane Rumpf zur Pelztierhaltung. „Insbesondere die Klarstellung, dass Pelztiere Wild- und nicht etwa Nutztiere sind, ist richtig und wichtig“, sagt Uta Maria Jürgens, Vorsitzende des Arbeitskreises Landwirtschaft, Tierschutz & Gentechnik der ÖDP, „Pelztierhalter versuchen seit langem, ihr grausames Gewerbe in die Nähe landwirtschaftlicher Nutztierhaltung zu rücken, um in den Genuss privilegierter Baurechtsbestimmungen, die für landwirtschaftliche Bauvorhaben gelten, sowie natürlich den landwirtschaftlicher Subventionen zu kommen - und somit auch ihren Gewinn zu erhöhen und ihr Ansehen in der Gesellschaft zu erlangen“.

Die ÖDP-Politikerin zeigt sich hingegen skeptisch bezüglich der Motive der Ministerin: „Solange diese Worte nur Worte bleiben, vermögen sie nichts zu bewirken. Es drängt sich der Verdacht auf, der Ministerin gehe es lediglich um eine Besänftigung der Tierschützer, die die Pelztierhaltung zurecht als grausam und gesetzeswidrig ansehen - und um eine Beruhigung der Bevölkerung nach dem Motto 'Seht her, wir passen auf, ihr könnt mit gutem Gewissen Pelz kaufen!'“

Wenn es der Ministerin wirklich um den Tierschutz gehe, so Jürgens, würde man ganz andere, vor allem konkrete Schritte zugunsten des grundgesetzlich verankerten Staatsziels „Tierschutz“ erwarten.

Jürgens verweist in diesem Zusammenhang auf die von ihr initiierte Kampagne „Pelz war Leben“: „Noch immer ist es an ein paar wachen Bürgern, Politik und Gesellschaft auf die untragbaren Zustände der Pelztierhaltung hinzuweisen. Hier kommt die Ministerin, in deren Ressort auch für den Tierschutz zuständig ist, ihrer Verantwortung gegenüber Wählern, Grundgesetz und unseren Mitgeschöpfen nicht nach. Wir dürfen also in unserer Aufgabe, Bewusstsein zu schaffen, nicht nachlassen und bei den Menschen weiter um Mitdenken werben“.


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