MdEP Buchner (ÖDP) kritisiert Macht der Gentech-Lobby

Heute war Abstimmung zu GVO im EU-Parlament

(Straßburg/13.01.2015) Heute hat das Europaparlament beschlossen, den Mitgliedstaaten die Möglichkeit einzuräumen, den Anbau von genetisch veränderten Organismen (GVO) auf ihrem Hoheitsgebiet zu beschränken oder zu untersagen. Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei), begrüßt diese Regelung im Prinzip. Er weist aber auf die Gefahr hin, dass dadurch ein europäischer Flickenteppich von verschiedenen Regelungen im Bereich GVO entsteht. Darüber hinaus kritisiert Prof. Buchner das den Konzernen de facto eingeräumte Mitspracherecht bei den Verbotsanträgen. „Es besteht zu befürchten, dass Staaten, die GVO verbieten wollen, von den Konzernen verklagt werden, etwa vor dem WTO-Schiedsgericht“, so der Abgeordnete. Deswegen sei die Zulassung zahlreicher gentechnisch veränderter Organismen in Europa zu befürchten.

Dass der Druck der Gentech-Lobby zunimmt, erkennt man auch am Vorschlag der USA-Delegation im Rahmen der TTIP-Verhandlungen, gentechnische veränderte Lebensmittel nur durch den Strichcode auf den Verpackungen zu kennzeichnen. Dazu müsste man den Code allerdings mit dem Smartphone entziffern. Der ÖDP-Abgeordnete kritisiert in diesem Zusammenhang nicht nur die Diskriminierung von Menschen ohne Smartphone, sondern weist auch darauf hin, dass es sich um eine Verschleierungstaktik handelt. Denn Ziel der Verhandler ist es offensichtlich, die Verbraucher über Genfood im Essen zu täuschen. „Wegen der Gefahren gentechnisch veränderter Lebensmittel setze ich mich weiterhin für ein komplettes Verbot von GVO ein“, so Prof. Buchner abschließend.

MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner

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