07.04.2017

MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) zum Internationalen Roma-Tag

Europa-Abgeordneter fordert Ende der Diskriminierung

Prof. Dr. Klaus Buchner

(Brüssel/07.04.2017) Anlässlich des Internationalen Roma-Tages, der morgen begangen wird, ruft Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP), zur Solidarität mit dieser unterdrückten und ausgegrenzten Minderheit auf. „Insbesondere in Osteuropa sind die Lebensverhältnisse der Roma sehr schlecht. Sie leben in bitterer Armut und sind vom gesellschaftlichen Leben größtenteils ausgeschlossen. Im Bildungssystem werden sie massiv benachteiligt, so dass ‚Aufstieg durch Bildung’ für die meisten Roma nur ein Traum bleibt. Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs hat sich die Situation sogar noch verschlechtert, so dass viele Roma ihr Heil in der Auswanderung nach Westeuropa suchen“.

Der Europa-Abgeordnete weist darauf hin, dass Länder wie Rumänien oder Bulgarien, in denen viele Roma unter oft erbärmlichen Bedingungen leben, Mitglieder der Europäischen Union sind. Deshalb müsse die EU den Druck erhöhen, um die Lebensverhältnisse der Roma dort zu verbessern. Prof. Buchner, der im Europäischen Parlament Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte ist, zeigt sich aber auch besorgt über den Antiziganismus in Deutschland. „Auch in Deutschland sind die Roma in allen Lebensbereichen Vorurteilen ausgesetzt. Ich verurteile diese Diskriminierung und appelliere an die Politik, die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit Roma in Deutschland eine allumfassende gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird“.


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