ÖDP: Aufruf zum Weltfrauentag 2016

Gleichberechtigung als wichtigste Forderung nicht vernachlässigen!

Anlässlich des Internationalen Weltfrauentags am 8. März plädiert die Vorsitzende des Bundesarbeitskreises Frauen in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Roswitha Bendl, für eine globale Betrachtung der Probleme, mit denen Frauen weltweit täglich zu kämpfen haben. Frauen und Männer sollten weltweit für echte Gleichberechtigung unter den Geschlechtern eintreten.

Sicher gebe es anlässlich des Weltfrauentages viel Altes und Neues, das gefordert oder diskutiert werden müsste: z.B. ob „Grapschen“ strafbar werden soll, ob die Rechtsprechung bezüglich Vergewaltigung auch in der Ehe verbessert werden müsse oder ob der Gesetzentwurf zur Prostitution bereits ausreichend sei. Aus deutscher Sicht alles wichtige Themen, so Bendl. Global aber, wo es oft darum gehe, dass Frauen (und Männer) wie Sklavinnen behandelt werden, sei das nach Bendls Überzeugung viel zu wenig.

Roswitha Bendl fordert energisch, dass Frauen und Männer weltweit für echte Gleichberechtigung kämpfen müssten. In Deutschland sei die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern im Grundgesetz verankert, aber auch weltweit stehe sie als Teil der Menschenwürde allen zu. Gleichberechtigung sei jedoch viel mehr als das, was heute unter „Gleichstellung“ staatlich angestrebt und umgesetzt würde. Bendl betont in diesem Zusammenhang, dass Gleichstellung als staatlich angeordnete Maßnahme in sehr vielen Fällen durchaus wünschenswert sei, z.B. die Forderung nach gleicher Bezahlung für gleiche Arbeit. Dies allein genüge aber nicht und entspreche häufig nicht dem, was Frauen wirklich brauchen. „Was wir für alle Frauen (und Männer) fordern, ist das Recht, das eigene  Lebensmodell, ja sogar die Rolle zu wählen, die sie wirklich wollen, ohne massiv benachteiligt zu werden: Gleichberechtigung eben!“
Das würde, so Bendl, bei vielen Frauen, wenn sie sich nicht von (wirtschaftlich bedingten) Vorgaben beeinflussen ließen, auch heißen, Männern nicht unbedingt „gleich“ sein zu wollen, z.B. bezüglich des Arbeitsstils oder der Vorlieben. Bendl fordert dringend mehr Anstrengungen, neben der Erwerbsarbeit z.B. auch der Pflegearbeit in der Familie, die größtenteils von Frauen verrichtet wird, „gleiche“ Anerkennung und gesellschaftliche Honorierung zu verschaffen und das ÖDP- Modell Erziehungsgehalt und Pflegeeinkommen endlich ernsthaft zu diskutieren!

Roswitha Bendl ist Vorsitzende des Bundesarbeitskreises Frauen in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Foto: ÖDP Bundespressestelle.

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