ÖDP begrüßt Rücktritt der Ministerin Grotelüschen in Niedersachsen

Uta Maria Jürgens, Vorsitzende des Arbeitskreises Landwirtschaft, Tierschutz & Gentechnik in der ÖDP, begrüßt im Namen der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP) den am Freitagmorgen bekannt gewordenen Rücktritt der als „Putenministerin“ verschrienen Agrarministerin Niedersachsens, Astrid Grotelüschen.

„Der Rücktritt Grotelüschens war überfällig angesichts der berechtigten Kritik von allen Seiten. Jetzt muss allerdings dem personellen Wechsel auch der Wechsel des agrar- und tierschutzpolitischen Kurses folgen, sonst bleibt der Abschied einer Agrarlobbyistin, die Grotelüschen war, nur symbolisch,“ fordert Jürgens und bemerkt, erfolge der notwendige Politikwechsel nicht, habe der Rücktritt von Grotelüschen auch bedauerliche Aspekte:

„Ein Personalwechsel an der Spitze der tier- und umweltausbeutenden Politik birgt die Gefahr, dass nun das Interesse rund um die Massentierhaltungsindustrie und den Lobbyismus abflacht, ohne dass sich inhaltlich Wesentliches verbessert.“ Grotelüschen sei angesichts ihres ungeschickten Agierens und der offenkundigen Voreingenommenheit für die Massentierhaltung ein hervorragendes Zielobjekt für Kritik gewesen. „Der Veränderungsdruck war noch nie so groß wie zur Amtszeit Grotelüschens, da eine Ministerin im Fokus der nicht abflauenden öffentlichen Kritik die agrarlobbyfreundliche CDU entweder zu Verbesserungen im Tierschutz gedrängt oder aber einen Imageverlust bedeutet hätte.“

 

Die Ministerin sei lediglich ein Mosaikstein in diesem Gesamtgefüge der einseitig auf Intensivtierhaltung ausgerichteten Agrarpolitik gewesen.

„Gerade durch Personalwechsel wird sich die politische Grundausrichtung der CDU keinesfalls ändern, sondern vermutlich eher im Stillen fortgeführt“, befürchtet die ÖDP-Politikerin Jürgens. Sie ruft angesichts dessen die Bürger dazu auf, die agrarpolitischen Entwicklungen weiterhin aufmerksam und kritisch zu verfolgen und mahnt an:

„Nie zuvor war die gesellschaftliche Ablehnung der tierquälerischen Massentierhaltung so groß wie jetzt. Wenn Menschen mit gutem Gewissen Fleisch essen wollen, dann müssen sie auch dafür Sorge tragen, dass die Tiere bis zu ihrer Tötung ein leidarmes Leben führen können. Dass dafür die politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden, müssen wir unablässig von der Politik einfordern!“

 

 

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