ödp beschließt Einführung eines persönlichen Verschmutzungszertifikats

„Wohlstand für alle.“ Das forderte Prof. Dr. Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp), auf dem diesjährigen Bundesparteitag im rheinland-pfälzischen Bingen.

Mit „Wohlstand“ meinte der ödp-Politiker allerdings nicht materielle Werte, sondern mehr Lebensqualität in Form von gesunder Nahrung, guter Bildung und einer intakten Umwelt. Angesichts des Klimawandels appellierte Buchner an die rund 120 Delegierten: „Wir müssen jetzt sofort umsteuern - weg von Öl und Erdgas, Kohle und Uran hin zu erneuerbaren Energien.“ Er erinnerte an die Forderung der ödp nach einer Energieabgabe, die zusätzlich zur Ökosteuer die ökologische Wende beschleunigen solle. Buchner wies auf die Gefahr hin, dass die gegenwärtige steigende Geldmenge zu mehr Umweltverschmutzung führe. Um dem entgegen zu wirken, forderte er die Einführung eines persönlichen Verschmutzungszertifikats für alle. Buchner dazu: „Dieses Zertifikat könnten die Menschen teilweise an Firmen verkaufen oder beim Einkauf entsprechend dem „Ökologischen Rucksack“ des jeweiligen Produkts an den Hersteller abgeben.“

 

Für einen ähnlich lautenden Antrag unter dem Titel: „Einführung einer Ressourcenwährung mit persönlichem CO2-Budget“ votierten die Delegierten des Bundesparteitages. Die Höhe des Budgets solle sich nach dem derzeitigen Pro-Kopf-Verbrauch richten und innerhalb weniger Jahrzehnte stetig von 11 Tonnen pro Kopf und Jahr auf zwei Tonnen zurückgefahren werden. Zur Begründung des Antrags hieß es: „Wenn es überhaupt noch eine Chance gibt, den Klimawandel aufzuhalten, kann dies nur durch eine radikale Umstellung in unserem Stoffwechsel mit der Natur erreicht werden.“

 

Die Delegierten beschlossen unter anderem auch ein Konzept zur Überwindung der Öl- und Gasabhängigkeit. So sollen nationaler Energiesenkungspläne in Kraft treten, mit dem langfristigen Ziel, mehr Kohlendioxid zu binden als zu erzeugen. Auch auf kommunaler Ebene sollen lokale Energiewende-Initiativen gestartet werden. Hier soll lokale Autonomie erreicht werden durch mehr lokales Wirtschaften, lokale Ernährung, lokale Energieversorgung und die Förderung der Selbstversorgung.

 

 

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