23.12.2015

ÖDP: Betäubungsloses Schächten ist Tierquälerei!

Kritik an MdB Volker Beck

Ludwig Maier, Mitglied des Bundesvorstandes der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Foto: ÖDP Bundespressestelle.

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) lehnt betäubungsloses Schlachten aus Tierschutzgründen ab! Dies gilt auch für das Schächten von Tieren ohne Betäubung. Ludwig Maier, ÖDP-Bundesvorstandsmitglied und Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Landwirtschaft, Tierschutz und Gentechnik kritisiert in diesem Zusammenhang den grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck, der als religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion gefordert hatte, religiöses, also betäubungsloses Schächten zu akzeptieren.

„Hier zeigt sich deutlich, wie weit sich Teile von Bündnis90/Die Grünen von der Tierschutzbewegung entfernt haben", so Maier. „Auch der ÖDP ist die gute Integration von Flüchtlingen ein sehr wichtiges Anliegen. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass unsere Rechtsvorschriften und Werte dafür aufgegeben werden. Die Integration unter anderem mit dem Leid von Tieren erreichen zu wollen, ist jedenfalls der falsche Ansatz“, so Maier. "Die ÖDP lehnt ebenfalls die bestehenden Ausnahmetatbestände vom Verbot des (betäubungslosen) Schächtens ab, da es sich beim (betäubungslosen) Schächten eindeutig um Tierquälerei handelt", so der ÖDP-Politiker. Es ginge vielmehr darum den Muslimen praktikable Wege zu einem tierfreundlichen Praktizieren ihrer Religion aufzuzeigen. Maier verweist darauf, dass eine religiöse Schlachtung auch mit vorheriger Elektrokurzzeitbetäubung im Sinne des Islam möglich sei.

Kategorie: Tierschutz