ÖDP beteiligt sich an Demo gegen AKW in Tihange

„Super-Gau verhindern!“

Am 22. Dezember demonstrierten nahezu 2000 Menschen in Aachen gegen den Weiterbetrieb der belgischen Atommeiler in Tihange und Doel. Mit dabei waren auch Mitglieder der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Die Atommeiler liegen nur unweit der deutschen Grenze und waren in der Vergangenheit immer wieder durch Pannen und technische Mängel in die Schlagzeilen geraten. Erst vor wenigen Tagen war es zu einem Brand im Reaktor I von Tihange und zur Abschaltung gekommen. Das erneute Wiederanfahren setzt die Bevölkerung einem unkalkulierbaren Risiko aus.

Auf der Demonstration erklärte der Kreisvorsitzende der ÖDP Aachen, Kurt Rieder: „Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011 haben wir über die Medien erschrocken zur Kenntnis nehmen müssen. Im Falle von Tihange sitzen wir in der ersten Reihe. Wir müssen gemeinsam den Wahnsinn stoppen, bevor es zum Super-GAU kommt!“

Die ÖDP setzt sich für einen weltweiten Ausstieg aus der Kernenergie ein. Um dies zu erreichen, fordert sie unter anderem ein Exportverbot von Kernenergieanlagen aus deutscher Produktion und ein konsequentes politisches Vorgehen für den EU-weiten Ausstieg aus der Kernenergie. Dazu gehört das Ende aller Subventionen und die Abschaffung des längst überholten EURATOM-Vertrages. Stattdessen fordert die ÖDP einen verbindlichen und schnellen europäischen Vertrag für Erneuerbare Energien.

Das Atomkraftwerk in Tihange, unweit der deutschen Grenze ist eine Gefahr für ganz Europa! Foto: Wikimedia Commons. Hullie - Nuclear power plant of Tihange, Huy, Belgium.

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