ödp Bundesverband startet Kampagne gegen bulgarisches AKW

„Wir fordern RWE auf, aus der Investition in das riskante Atomkraftwerk Belene in Bulgarien auszusteigen.“ Das sagt Prof. Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) und von Beruf Atomphysiker.

Aus diesem Anlass startet der Bundesverband der ödp zusammen mit seinen Kreis- und Landesverbänden eine Postkartenkampagne unter dem Motto „Bye Bye Belene“ an den Vorstandsvorsitzenden von RWE, Jürgen Großmann. RWE will rund zwei Milliarden Euro in den Neubau eines bulgarischen Atomkraftwerkes investieren.

Die Gründe für die Aktion seien, so ödp-Politiker Buchner, vor allem in der mangelnden Sicherheit des bulgarischen Atomkraftwerks zu finden. „In Belene soll eine völlig neue Technik erprobt werden, für die es weder ausreichende Tests im Vorfeld noch Sicherheitsanalysen gibt.“ Außerdem liege Belene in einem Erdbebengebiet, womit sich die Gefahr eines Unfalls erhöhe.

Zudem kritisiert Buchner, dass die zu erwartenden Atomabfälle nach Russland transportiert und dort eingelagert werden. „Russland deponiert Atommüll unter katastrophalen Bedingungen – rund um die Endlager sind Wasser und Böden weiträumig verstrahlt,“ führt der Bundesvorsitzende aus.

Ein weiterer Kritikpunkt der Ökodemokraten sind die im Raum stehenden Vorwürfe bezüglich Menschenrechtsverletzungen. Menschenrechtsorganisationen berichteten, dass Atomgegner in Bulgarien von der russischen und bulgarischen Atomlobby massiv eingeschüchtert werden. „RWE darf sich nicht zum Handlanger der osteuropäischen Atomlobby machen lassen. Der Energiekonzern ist sonst mitverantwortlich, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden,“ begründet Buchner das Engagement.

 

 

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