ÖDP erfreut über französisches Monsanto-Urteil

Maier: „Gentechnik-Konzern in die Schranken gewiesen“

 

„Das ist ein klarer Punktsieg für die Gentechnik-Kritiker.“ So bewertet Ludwig Maier, Sprecher des Arbeitskreises Landwirtschaft, Tierschutz und Gentechnik in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), das Urteil eines französischen Landgerichts, in dem der Agrarkonzern Monsanto für schuldig befunden wurde, einen Bauern mit Pflanzenschutzmittel vergiftet zu haben.

„Endlich wird ein Gentechnik-Konzern in seine Schranken gewiesen,“ freut sich Maier. Es sei das erste Mal gewesen, dass ein Hersteller von Pestiziden schuldig gesprochen wurde. Das Verfahren gegen Monsanto war ins Rollen gekommen, nachdem ein heute 47jähriger Landwirt im Jahr 2004 das Unkrautvernichtungsmittel Lasso eingeatmet und danach schwere neurologische Probleme wie Kopfschmerzen und Gedächtnisverlust erlitten hatte. Der Bauer wirft Monsanto vor, nicht genügend über die Gefahren informiert zu haben.

ÖDP-Politiker Maier zeigt sich zuversichtlich, dass von diesem Urteil Signalwirkung ausgehen wird. „Ich bin mir sicher, dass die Zeiten vorbei sind, in denen nur zugunsten der Gentechnik-Lobby entschieden wird. Bald traut sich Monsanto nicht mehr, die Bauern unter Druck zu setzen.“ Der Agrarkonzern Monsanto war in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil er insbesondere in Indien Landwirten verboten hatte, die Saat wieder auszusäen und bei Zuwiderhandlung geklagt hatte. Weil auch die Ernten nicht so üppig ausfielen, wie von Monsanto versprochen, nahmen sich in der Folge viele Kleinbauern das Leben.

 

 


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