ÖDP fordert Ministerin Aigner auf sich für einen EU-Importstopp von genetisch veränderten Mais einzusetzen

Nationales Anbauverbot für genetisch veränderten Mais erhalten

Aus Gründen des Vorsorgeprinzips, welches in der EU-Gesetzgebung implementiert ist, fordert die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) Ministerin Aigner auf, sich unverzüglich für einen EU-Importstopp für genetisch veränderten Mais einzusetzen. Des weiteren muss nach Auffassung der ÖDP das nationale Anbauverbot für genetisch veränderten Mais erhalten bleiben und darauf überprüft werden, ob er einer gerichtlichen Anfechtung standhalten würde und falls notwendig alles zu unternehmen, um ihn gerichtsfest zu machen. "Der vorbeugende Gesundheitsschutz muß Vorrang vor den Interessen der Konzerne haben", so der Sprecher des ÖDP-Bundesarbeitskreises Landwirtschaft, Tierschutz und Gentechnik, Ludwig Maier.

Genetisch veränderter Mais hat einer neuen Studie zufolge Krebs bei Ratten ausgelöst. Französische Forscher fütterten die Tiere zwei Jahre lang mit der in Europa zugelassenen genetisch veränderten Mais-Sorte NK 603 des Agrarkonzerns Monsanto und zusätzlich eine Kontrollgruppe mit nicht gentechnisch verändertem Mais. Die Forscher um Gilles-Eric Séralini stellten dabei fest, dass die Versuchstiere mit dem Mais von Monsanto mehr Tumore entwickelt hatten und auch früher starben als die der Kontrollgruppe. Der Monsanto-Mais ist in der EU nicht zum Anbau, jedoch zur Verwendung in Tierfutter und Lebensmitteln zugelassen.


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