ÖDP-Frauen gegen „Quotendiktat“ durch die Europäische Kommission

Frauenquote in Aufsichtsräten

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und die Steigerung der Zahl von Frauen in Führungspositionen sind für die Bundesvereinigung Frauen in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) selbstverständlich wichtige Ziele.

Die jetzt von der Europäischen Kommission beschlossene Frauenzwangsquote von 40% in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen lehnt sie allerdings entschieden ab. 

 „Für uns“, so die Bundesvorsitzende der Bundsvereinigung Frauen in der ÖDP, Roswitha Bendl, „zeugen die beschlossenen Vorgaben für Frauenquoten in den 27 EU-Mitgliedsstaaten von mangelndem Demokratie- und Freiheitsverständnis.

Neben dem Eingriff in die unternehmerische Freiheit lehnen wir es auch ab, solche Regelungen für alle EU-Staaten zentralistisch vorzugeben.“ 

Nach Bendls Meinung beinhaltet dieser Beschluss auch eine Diskriminierung von Männern. Für Männer und Frauen müssten aus Gleichberechtigungsgründen dieselben Mindestquoten beschlossen werden.

Leider gelte nach wie vor, dass Frauen immer dann die besten Chancen haben, wenn sie ihren Lebensentwurf möglichst maskulinen Idealbildern angleichen. Dies sei eine zutiefst frauenfeindliche Tatsache, gegen die angekämpft werden müsse.

Nach Meinung der Bundesvereinigung haben heute vor allem Mütter oder Väter, die ihre Kinder in der wichtigen Kleinkindphase betreuen wollen, ein Problem. Die Vorgabe, zu 100%  möglichst überall und jederzeit für die Wirtschaft oder den Job zur Verfügung stehen zu müssen, ist mit familiären Aufgaben nicht zu vereinbaren. Es sei deshalb an der Zeit, so Bendl, dass die moderne Gleichstellungspolitik merke, dass es faire Chancen nicht nur für beide Geschlechter,  sondern auch für Eltern geben müsse. 

 

 

 


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