ÖDP kritisiert Pläne der AKW-Betreiber

Buchner: „Verantwortungsloses Verhalten der Energieversorger“

 

„Die Pläne der deutschen AKW-Betreiber, Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen, sind unverschämt,“ so äußert sich Prof. Dr. Klaus Buchner, Atomphysiker und Spitzenkandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) zur Europawahl am 25. Mai.

Am Wochenende waren Pläne bekannt geworden, dass die drei großen deutschen Stromversorger zusammen mit dem Bund ein öffentlich-rechtliche Stiftung gründen wollen, die den milliardenteuren Abriss der AKW und die Endlagerung des Mülls übernehmen soll. Zwar würden die Energieunternehmen ihre bisherigen Rücklagen von 30 Milliarden Euro einzahlen, alle weiteren Kosten müsste jedoch der Steuerzahler übernehmen. „Allein die Endlagerung des radioaktiven Mülls verschlingt viel mehr Geld, als das, was dann im Stiftungstopf sein würde. Es ist typisch für das verantwortungslose Verhalten der Energieversorger, die Kosten zu sozialisieren“, erläutert Buchner.

Der ÖDP-Politiker erinnert daran, dass die Atomkonzerne alleine seit dem Jahr 1957 über den Euratom-Vertrag der EU ca. 400 Milliarden Euro Fördergelder erhalten haben.

Zudem stelle sich die Frage, wer für einen Reaktorunfall zahle. „Die Atomunfälle in Tschernobyl und Fukushima haben zusammen Schäden in Höhe von mindestens 450 Milliarden US-Dollar verursacht. Sollte es auch in Deutschland zu einem Unfall kommen, sind die Kosten überhaupt nicht gedeckt. Also wird wieder die Allgemeinheit zur Kasse gebeten,“ meint Buchner. Deshalb sei es dringend nötig, die Energieversorger in die Schranken zu weisen und den Plänen eine klare Absage zu erteilen.

Die ÖDP erwartet bei der Europawahl am 25. Mai Mandate im Europäischen Parlament, da es diesmal keine Hürde gibt. Ein Schwerpunkt der ÖDP ist der Einsatz für Erneuerbare Energien. 

 


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