25.08.2011

ÖDP unterstützt Aktion des BUND gegen CO2 in der Erde

Buchner: „Völlig irrsinnig“

Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) unterstützt die Aktion des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) gegen die Verpressung von Kohlendioxid (CCS-Technologie) in die Erde.
Dazu Prof. Dr. Klaus Buchner, Physiker und Sprecher der Bundesprogrammkommission in der ÖDP: „Es ist völlig irrsinnig, Kohlendioxid in die Erde zu pumpen und dann zu hoffen, dass das Problem damit aus dem Weg geräumt ist.“ Buchner verweist darauf, dass die CCS-Technologie teuer, riskant und überflüssig sei. Niemand könne gewährleisten, dass Kohlendioxid nicht doch irgendwann unkontrolliert entweiche. Außerdem seien die Folgen für Flora und Fauna nicht absehbar. „Die CCS-Technologie dient nur dazu, weiter ungestört Kohlekraftwerke laufen zu lassen. Es gibt eine viel bessere Alternative zu CCS, nämlich Kohlendioxid einsparen,“ sagt Buchner.
Der ÖDP-Politiker weist zudem darauf hin, dass es keine ausreichende Haftung für CCS gibt. Ähnlich wie bei der Atomenergie müssten im Gefahrenfall die Steuerzahler für die Folgen aufkommen. „Es ist geplant, spätestens nach 30 Jahren die Verantwortung für CCS auf die Bundesländer abzuschieben. Das bedeutet, die Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt,“ so Buchner. Die ÖDP unterstützt deshalb die Aktion des BUND, in der die Ministerpräsidenten der Länder dazu aufgefordert werden, am 23. September im Bundesrat gegen CCS zu stimmen.

Kategorie: Umwelt