ÖDP warnt vor noch mehr Atommüll

(Berlin, 15.12.2010) „In Salzbergwerke darf kein Atommüll eingelagert werden.“ Das sagt Prof. Dr. Klaus Buchner, Atomphysiker und ehemaliger Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) angesichts der neuen Fakten bezüglich des Atomendlagers Asse.

Wie das Magazin der Spiegel berichtet, entsteht in der Asse in Niedersachsen doppelt so viel radioaktive Flüssigkeit wie bisher bekannt. Es stellt sich nun das Problem, dass die Flüssigkeit die Fässer angreift und diese Löcher bekommen. Dazu sagt Klaus Buchner: „Auch Gorleben ist ein Salzbergwerk. Die Vorkommnisse in Asse zeigen, dass Salzbergwerke völlig ungeeignet für die Lagerung von Atommüll sind.“ Die Betreiber der Asse überlegen nun, die Fässer mit Frontladern herauszuholen. „Das bedeutet, dass Menschen in den Schacht müssen, die sich auf keinen Fall ausreichend gegen die Strahlung abschirmen können,“ führt der ÖDP-Politiker Buchner aus. Bezüglich der Häufung von Krebserkrankungen rund um die Asse und die Leugnung von Zusammenhängen sagt Buchner: „Wenn das Bundesumweltministerium hier keinen Zusammenhang sieht, sind die Verantwortlichen entweder total abgebrüht oder gnadenlos blauäugig. Beide Varianten rücken das Ministerium in ein schlechtes Licht.“

 

Buchner nennt es unverantwortlich, dass erst vor kurzem die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke verlängert wurden und somit noch mehr Atommüll produzier wird. „Es gibt weltweit kein sicheres Endlager. Wenn sich jetzt die Bundesregierung auf Gorleben konzentriert, offenbart sich nur die ganze Hilflosigkeit der Politiker.“

 

 

 

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