"Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere! Leben vor Profit!"

ÖDP schließt sich Protesten an

Zusammen mit anderen Organisationen demonstrierten auch Aktivisten der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), am Montag 27.10.14 vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München.

Ihre Forderung: "Stoppt Patente auf Pflanzen und Tiere! Leben vor Profit!"

Im Europäische Patentamt in München (EPA) begann derweil die Debatte darüber, ob die Patente auf die sogenannte „Schrumpeltomate“ und den „Super-Brokkoli“ zurecht erteilt wurden. Die beiden Fälle gelten als richtungsweisend für die Frage, ob Patente auch auf konventionell gezüchtetes Saatgut vergeben werden dürfen.

Das Europäische Patentamt in München (EPA) hat bislang bereits etliche Tausend Patente auf Pflanzen und Tiere erteilt. Wobei immer mehr Patente, Produkte aus der konventionellen Züchtung betreffen. Nach einer Meldung der internationalen Koalition "Keine Patente auf Saatgut!" wurden bereits mehr als 7500 Patentanmeldungen auf Pflanzen und etwa 5000 Patentanmeldungen auf Tiere eingereicht. Ungefähr 2400 Patente auf Pflanzen und 1400 Patente auf Tiere wurden schon erteilt. Um die 120 vom EPA bereits erteilte Patente betreffen die konventionelle Züchtung, etwa 1000 weitere Anträge sind in dieser Kategorie eingereicht. Die Patenterteilung erstreckt sich auf die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung, vom Acker bis zum Verbraucher.
Von den Patenten profitieren sowohl die Saatgutkonzerne als auch die Patentanwälte und das EPA. Auf der Strecke bleiben Sortenvielfalt und Verbraucher.


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