Tausende Kinder und Jugendliche alleine auf der Flucht

ÖDP-Vorsitzende warnt vor dem Verlust einer ganzen Generation

Etwa jeder vierte Geflüchtete in Europa ist ein Kind oder ein Jugendlicher. Man geht davon aus, dass im Jahr 2015 rund 100.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der EU alleine unterwegs waren. Meist irren sie ohne einen geschützten Rückzugsort ziel- und mittellos auf dem Kontinent umher. Bestehende Kinderschutzsysteme bieten den völlig auf sich allein gestellten Minderjährigen kaum Schutz. So gelangen sie schnell in die Fänge der organisierten Kriminalität. Die Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Gabriela Schimmer-Göresz, mahnt daher im Sinne der Kinder, schnell eine europäische Lösung herbeizuführen.

Die Europäische Polizeibehörde Europol geht davon aus, dass bis zu 10.000 Flüchtlingskinder als verschwunden gelten. Wo sie sich aufhalten, ist völlig unklar. Es wird befürchtet, dass manche von ihnen in die Fänge der organisierten Kriminalität gelangt sind und beispielsweise in der Zwangsprostitution auf Europas Straßen sexuell ausgebeutet werden oder ihr Dasein in vagabundierenden Diebesbanden fristen.
„Diese Zahlen sind ein Skandal!“, bekräftigt Gabriela Schimmer-Göresz von der ÖDP. „Europa schließt die Augen vor einer humanitären Schande! Kinder und Jugendliche brauchen ganz besonderen Schutz und dies völlig unabhängig von ihrer Herkunft. Entschiedenes politisches Handeln sei daher dringend notwendig“, so die ÖDP-Vorsitzende.

Die ÖDP schließt sich daher der Forderung des Kinderhilfswerks UNICEF nach der Entwicklung eines europäischen Schutz- und Monitoringsystems an. Kinder und Jugendliche brauchen geschützte Räume und müssen dringend Zugang zu Bildung und  Gesundheitsversorgung haben, andernfalls drohe der Verlust „einer ganzen Generation“, so Schimmer-Göresz.

Minderjährige Flüchtlinge haben oft schlimmes erlebt und finden nirgends einen schützenden Ort. Foto: Alexas_Fotos - pixabay.com.

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