05.06.2015

Weltumwelttag: ÖDP fordert mehr Engagement beim Umweltschutz

Gabriela Schimmer-Göresz: „Wir gehen mit nahezu all unseren natürlichen Ressourcen viel zu nachlässig um!“

Auch auf einen übermäßigen und damit klimaschädlichen verzehr von Fleisch sollte im Sinne eines nachhaltigen Konsums, verzichtet werden. Foto: ÖDP Bundespressestelle.

Zum Weltumwelttag am 05. Juni, rufen die Vereinten Nationen die Bürgerinnen und Bürger zu einem bewussteren Konsum und einem verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde auf.
Diesem Appell schließt sich die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) ausdrücklich an und fordert zugleich ein stärkeres Engagement der Bundesregierung in Sachen Klima- und Umweltschutz und bei der Förderung von nachhaltigem Konsum.

Gerade Deutschland hätte in den letzten Jahren seine einstige Vorreiterrolle in Sachen Umwelt- und Klimaschutz stark vernachlässigt, so die Bundesvorsitzende der ÖDP, Gabriela Schimmer-Göresz. Erst kürzlich wurde beispielsweise im Artenschutz-Report 2015 des Bundesamts für Naturschutz (BfN) überdeutlich, dass der Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten dringend wieder auf die Tagesordnung der Politik kommen müsse. Demnach seien ein Drittel aller heimischen Arten in Deutschland akut gefährdet. Auch der Flächenverbrauch stelle gerade in Deutschland ein riesengroßes Problem für viele heimische Arten dar.

„Wir gehen mit nahezu all unseren natürlichen Ressourcen viel zu nachlässig um! Den Lippenbekenntnissen mangelt es an konkreten Entscheidungen“, betont Gabriela Schimmer-Göresz. Dies zeige sich beispielhaft beim Rohstoffverbrauch. „Deutschland hat hier dringend Nachholbedarf und muss die bisherigen Recyclingsysteme in ihrer Effizienz überprüfen, um dadurch eine vermehrte Rückführung bereits geförderter Rohstoffe in den Wertstoffkreislauf zu erreichen. In den letzten Jahren konnte jeder aufmerksame Bürger beobachten, dass wir zum Beispiel beim Thema Einwegverpackungen in eine fatale Richtung steuern. Das Bekenntnis zum Mehrweg-System wird konterkariert. Das Ergebnis sind vermüllte Meere, die zukünftig als Nahrungslieferant einen Totalausfall erleiden könnten.“

Auch mahnte Schimmer-Göresz, dass ein exzessiver und nicht nachhaltiger Konsum nach wie vor vom Staat belohnt werde. Das fängt bei zu billigen Flugpreisen an und endet beim Billigfleisch aus Massentierhaltung beim Discounter. Die wahren ökologischen Kosten solcher Produkte müssten sich dringend stärker im Preis widerspiegeln. Würden hierfür intelligente Ausgleichssysteme geschaffen, so könnten umgekehrt auch regionale und biologische Produkte im Preis gesenkt werden. Wiederholt fordert die ÖDP den Abbau umwelt- und klimaschädlicher Subventionen durch die Bundesregierung.

„Als angebliche Klimakanzlerin hat Frau Merkel am Wochenende auf dem G7-Gipfel in Elmau auf internationalem Parkett noch einmal die Chance, sich für unser Klima und unsere Umwelt stark zu machen und eindeutig den Vorrang des Planeten vor der Wirtschaft zu manifestieren “, so Schimmer-Göresz abschließend.

Kategorie: Umwelt