Widersprüche im Endlagerkonzept der Bundesregierung

Das Berliner Endlagersymposium ging am Samstag in sachlicher Atmosphäre zu Ende. Obwohl vor allem am letzten Tag mehrere Widersprüche im Endlagerkonzept der Bundesregierung aufgedeckt wurden, wiederholte sich die aggressive Stimmung nicht, in der Umweltminister Gabriel bei der Eröffnung empfangen wurde.

Die Bürger aus Gorleben kritisierten ebenso wie viele neutrale Konferenzteilnehmer, dass von Seiten der Bundesbehörden immer wieder behauptet wurde, die Sicherheitsprobleme für Endlager von Atommüll seien gelöst. Angesichts der Wassereinbrüche im Lager Asse 2 empfanden viele Konferenzteilnehmer dies als unseriös. Wie kann man von gelösten Sicherheitsproblemen sprechen, solange nicht einmal die Anforderungen festgelegt sind, denen ein Endlager genügen muss? Das Bundesumweltministerium legte zwar den Entwurf der „Sicherheitsanforderungen für ein Endlager hochaktiven radioaktiven Mülls“ vor. Dieser enthält jedoch mehrere Fehler und Widersprüche. Zum Beispiel ist die Zeitbestimmung sehr vage, einmal ist von einer Million Jahre die Rede, die der Atommüll sicher gelagert werden soll, einmal von einem nicht näher bestimmten Zeitrahmen.

Symposiumsteilnehmer Prof. Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp), zieht ein Resümee der Tagung: „Für mich war das ganze eine Alibi-Veranstaltung, um eine Beteiligung der Öffentlichkeit an der Standortwahl für das Endlager vorzutäuschen. Letztlich ging es nur darum, die Zustimmung für ein Endlager vor Ort von den Bürgern zu bekommen. Ich fordere mehr Bürgerbeteiligung und mehr Öffentlichkeit bei der Standortwahl.“

 

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