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Wasser wird immer knapper - ÖDP will Allgemeingut erhalten

Statt Profit für Konzerne sauberes Trinkwasser in die Hände der Kommunen

„Sauberes Trinkwasser ist genau wie saubere Luft unverkäufliches Allgemeingut! Deshalb sollten alle schmutzigen Geschäfte mit Privatisierung von Trinkwasser sofort verboten werden. Das bringt mehr als die geplanten Beschränkungen der Wassernutzung.“ Verena Föttinger, zweite stellvertretende Bundesvorsitzende der ÖDP, hält wenig von den neuen Plänen der Bundesumweltministerin. „Wer will denn entscheiden, ob bei den absehbaren künftigen Dürren die Schwimmbäder dicht gemacht werden oder eher die Gärten in Deutschland vertrocknen müssen? Beides ist weder den Menschen noch den Tieren und Pflanzen zumutbar.“
  
Die ÖDP kämpft an vielen Standorten um den Erhalt wertvoller Grundwasservorkommen. In Lüneburg will der US-Konzern Coca Cola Grundwasser in 200 Meter Tiefe anbohren, das sich dort in den letzten 1.000 Jahren angesammelt hat. Ziel dieses dritten Trinkwasserbrunnens in der Lüneburger Heide ist einzig und allein die deutliche Ausweitung der Produktionskapazitäten. „Coca Cola will mit einem weiteren Brunnen seine Produktion verdoppeln. Statt 350 Millionen Liter sollen 700 Millionen Liter in Plastikflaschen der Konzerntochter Vio abgefüllt werden. Und das Jahr für Jahr. Unser Grundwasser ist jedoch viel zu wertvoll, um der Profitmaximierung von Konzernen zu dienen. Diese Pläne sind vollkommen unverantwortlich“, kritisiert Verena Föttinger aus dem Bundesvorstand der ÖDP.

„Statt Bürgern bei Dürre das Wasser abzudrehen, sollte sich unsere Bundesumweltministerin lieber dafür einsetzen, dass Trinkwasser im Rahmen der Daseinsvorsorge ausschließlich von kommunalen Unternehmen gefördert werden darf. Die könnten das kostbare Nass dann an Getränkehersteller verkaufen, in einem allgemein verträglichen Ausmaß. Denn leere Schwimmbecken und volle Konzernkassen darf es in Deutschland nicht länger geben,“ meint Verena Föttinger von der ÖDP.

Ausgerechnet in Treuchtlingen, in Mittelfranken, das von Wasserknappheit besonders schwer betroffen ist, hatte die Firma Altmühltaler Mineralbrunnen beantragt, zusätzliche 300 Millionen Liter Grundwasser abzupumpen und zu vermarkten. Steigbügelhalter bei der Beantragung waren dort nach Pressemeldungen sogar der SPD-Bürgermeister und die Stadtwerke. Die ÖDP hält eine solche Politik für vollkommen verantwortungslos und hat ein Bürgerbegehren gegen diese Pläne unterstützt – wieder einmal mit Erfolg. Der Antrag wurde zurückgezogen.

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