Die „Krone der Schöpfung“ ist zur Naturvernichtungsmaschine geworden

Die Staatengemeinschaft muss zugunsten der Wildbestände und der Natur auf der 18. UN-Artenschutzkonferenz rasch handeln

Anlässlich der 18. UN-Artenschutzkonferenz in Genf fordert die stellvertretende Landesvorsitzende der ÖDP Saar, Manuela Ripa, die Weltgemeinschaft auf, mit der fortschreitenden Naturvernichtung auch zulasten künftiger Generationen aufzuhören. Die Konferenz zum internationalen Artenschutzübereinkommen CITES habe es in der Hand, das weltweite Artensterben zumindest zu entschleunigen.

„Der Mensch hat sich die Erde rücksichtslos untertan gemacht. Dabei hat die Gewinn- und Wachstumsgier keinen Halt gemacht vor der rücksichtslosen Ausrottung vieler Tier- und Pflanzenarten. Aus der „Krone der Schöpfung“ ist eine reine Naturvernichtungsmaschine geworden“, kritisierte Ripa die Politik der handelnden Regierungen scharf. „Zur Erhaltung der Biodiversität auf dem Planeten brauchen wir klare und vor allem rasche Lösungen“, erklärte Ripa mit Verweis auf das erfolgreiche von der ÖDP initiierte Volksbegehren „Rettet die Bienen“, das mittlerweile mit überwältigender Mehrheit des bayerischen Landtages zum Gesetz gemacht wurde.

Besonders deutlich werde die Gier des Menschen u.a. im Rahmen der industriellen Landwirtschaft, bei der Wilderei und beim illegalen Handel mit Tieren und Pflanzen. Um hier Einhalt zu gebieten ist eine verstärkte internationale Zusammenarbeit dringend notwendig. „Die 18. CITES-Konferenz ist zum Erfolg verdammt, wenn wir unsere Erde wieder intakt bringen wollen und unseren Nachkommen verantwortungsvoll übergeben worden. Die Öffentlichkeit sollte stärkeren Anteil an den Verhandlungen in Genf nehmen und die eigene Regierung unter Druck setzen“, so Ripa. „Die ÖDP fordert die Bundesregierung auf, sich am Geist des Gesetzes zur Biodiversität in Bayern zu orientieren und den 57 Schutzanträgen zuzustimmen, die den 183 Mitgliedsstaaten vorliegen! Und vor allem in der EU muss endlich die Gesetzeslücke geschlossen werden, die es erlaubt, dass illegal ausgeführte Tiere legal in der EU verkauft werden dürfen. Denn: solange bestimmte Arten weder dem CITES- Abkommen unterliegen und nicht durch EU-Bestimmungen zusätzlich geschützt sind, bleibt die Plünderung von Wildbeständen legal.“

Der CITES-Konferenz liegen Anträge über internationale Handelsbeschränkungen oder -verbote für insgesamt 239 Tierarten und viele Pflanzen vor. Die Schutzanträge können einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, die Biodiversität zumindest in Ansätzen zu bewahren.

 

 

Manuela Ripa. Foto: ÖDP Bundespressestelle.

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