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Internationaler Tag der Katastrophenvorbeugung

ÖDP für Prävention statt Aufräumarbeiten

Verwüstungen nach der Flutkatastrophe in Stolberg, zerstörte Möbel und Schmutz türmen sich in einer Strasse

Foto: ÖDP/Kai Strietzel

Einhundertvierunddreißig Menschenleben hat die Flutkatastrophe im Ahrtal letzten Sommer gekostet. Tausende Gebäude, Wohnungen und Existenzen wurden im Juli 2021 zerstört. Die Flut hat Schäden in Milliardenhöhe verursacht, es wird Jahre dauern, bis ihre Folgen beseitigt sind. „Ausmaß und Leid dieser Katastrophe hätten verhindert werden müssen. Doch die Behörden haben die Warnungen der Meteorologen nicht ernst genommen. Dass so etwas in Deutschland möglich ist, hätte ich vorher niemals geglaubt!" Mit diesen deutlichen Worten kommentiert die neue Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), Charlotte Schmid, das Versagen der Behörden im Ahrtal.

Immer häufiger treten in Deutschland Extremwetterereignisse auf. Die Regierungen und Behörden müssen endlich Naturkatastrophen ernst nehmen. Die ÖDP warnt vor dieser Häufung seit Jahrzehnten, verweist auf Erkenntnisse der Wissenschaft und hat schon viele Konzepte zur Vorbeugung vorgelegt: Zuletzt mit einem ausführlichen Positionspapier zum Hochwasserschutz. Die Zunahme extremer Wetterphänomene führt die Wissenschaft direkt auf die Klimaerhitzung durch menschliches Handeln zurück. Dazu zählen neben dem Einbringen von Treibhausgasen in die Atmosphäre auch die Versiegelung von Flächen und Trockenlegung von natürlichen Wasserspeichern.

Am 13. Oktober 2009 riefen die Vereinten Nationen zum ersten Mal den internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung aus. Nicht nur an diesem Tag sollte die politische und organisatorische Arbeit zur Prävention von Extremereignissen und der Ausbau von Katastrophenschutzmechanismen bedacht werden. Bundesweite Testwarnungen der Bevölkerung genügen nicht.

Die ÖDP will für Länder und Kommunen zusätzlich ebenso konkrete, auf ihre Landschaft und Umwelt zugeschnittene Schutzkonzepte im Sinne des Vorsorgeprinzips. Es muss ein zielgerichtetes Hochwasserschutzkonzept für die Kommunen in fluss- und gewässernahen Zonen wie dem Ahrtal geben. Baupläne dürfen ausschließlich nach dem Vorsorgeprinzip genehmigt werden. Die ÖDP hat ein naturnahes und integratives, fünfstufiges Hochwasserschutzkonzept erarbeitet, das gleichzeitig ein aktiver Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Artenschutz ist. „Wer jetzt nicht konkret handelt, geht fahrlässig mit Besitz, Leib und Leben von Menschen in Risikozonen um," erklärt Charlotte Schmid. Für die ÖDP ist klar, dass die Behörden die Allgemeinheit zu schützen haben: „Wir wollen die Behörden in die Pflicht nehmen. Nie wieder dürfen Verantwortung und Zuständigkeiten im Katastrophenfall hin- und hergeschoben werden. Wir brauchen Prävention statt Aufräumarbeiten!"

Hinweis: In unserer ursprünglichen Pressemitteilung vom 12.10.2022 war die Zahl der Todesopfer bei der Katastrophe im Juli 2021 mit 180 angegeben. Diese Zahl bezog sich nicht allein auf die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal.  

Verwüstungen nach der Flutkatastrophe in Stolberg, zerstörte Möbel und Schmutz türmen sich in einer Strasse

Foto: ÖDP/Kai Strietzel

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