MdEP Buchner (ÖDP) zum Kaschmir-Konflikt

Buchner: „Militär greift mit ganzer Härte durch“

(Brüssel/07.08.2019) Vor einem dramatischen Konflikt in der Region Kaschmir warnt Prof. Dr. Klaus Buchner, Mitglied des Europäischen Parlaments für die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP). 

„Nachdem Indien der Region Kaschmir den Sonderstatus und damit die Autonomie entzogen hat, greift das Militär mit ganzer Härte durch, um die Bevölkerung einzuschüchtern,“ so Buchner, der auch Mitglied in der Indien-Delegation des Europäischen Parlaments ist. In Srinagar, der Hauptstadt des indischen Teils von Kaschmir gilt derzeit eine Art Ausnahmezustand. Es gibt kein Internet, kein Telefon und keine Möglichkeit, mobil zu telefonieren. Auch wurden Bildungseinrichtungen geschlossen und Touristen evakuiert. Zudem wurde ein Versammlungsverbot verhängt und auf den Straßen stehen Checkpoints der Armee. „Ich weiß, dass das indische Militär straffrei gegen die Zivilbevölkerung vorgehen kann. Neben Verhaftungen von Regionalpolitikern, sind Vergewaltigungen und Schüsse an der Tagesordnung,“ berichtet Buchner, der in engem Kontakt zur kaschmirischen Exilbevölkerung in Deutschland steht. Insgesamt sind in der Region Kaschmir rund 700.000 Militär- und Paramilitärangehörige stationiert, die die Bevölkerung in Schach halten sollen. „Die Armee setzt auch Streubomben gegen Zivilisten ein, obwohl es ein Übereinkommen mit den Vereinten Nationen gibt, nachdem diese Art von Munition nicht verwendet werden darf,“ so Buchner weiter.

Die kaschmirische Führung, aber auch die Exil-Kaschmiris befürchten, dass Indien einen Völkermord an den Kaschmiris begehen könnte. ÖDP-Politiker Buchner: „Ich appelliere an die internationale Staatengemeinschaft, sich in diesem Konflikt entschieden an die Seite der kaschmirischen Bevölkerung zu stellen.“

MdEP Prof. Dr. Klaus Buchner

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