14.10.2012

ÖDP begrüßt Friedensnobelpreis an EU

Frankenberger: "Auszeichnung sollte Ansporn sein"

Der Bundeshauptausschuss (BHA) der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), eine Art kleiner Parteitag, begrüßt die Verleihung des Friedensnobelpreises an alle Bürgerinnen und Bürger in der Europäischen Union (EU).

Dazu Sebastian Frankenberger, Bundesvorsitzender der ÖDP: "Der Preis wurde im Gedenken an 60 Jahren Frieden in der EU verliehen. Er sollte aber Ansporn sein, auch in Zukunft eine pazifistische Ausrichtung der europäischen Politik zu verfolgen." Frankenberger ist der Meinung, dass die EU einige Maßnahmen ergreifen müsse, um auch in Zukunft des Friedensnobelpreises würdig zu sein. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem: Verbot von Angriffskriegen, Abschaffung der Atomwaffen, keine Aufrüstung, kein Schusswaffeneinsatz gegen Demonstranten, Parlament mit vollständigen Rechten und Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger auf allen Ebenen. "Insbesondere muss der Vertrag von Lissabon geändert werden, damit die EU eine friedfertige Zukunft ansteuert," so Frankenberger.

Der ÖDP-Chef schlägt vor, das Preisgeld nicht irgendwo in EU-Institutionen versickern zu lassen, sondern an Organisationen zu spenden, die sich um traumatisierte Kriegsopfer kümmern. "Wir dürfen nicht vergessen, dass der Frieden in der EU lange brüchig war und dass z. B. seit den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien noch keine Generation vergangen sind. Unsere Aufmerksamkeit muss den Opfern gelten," so der ÖDP-Chef abschließend.

Kategorie: Werte / Menschenbild, Außenpolitik / Europa