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ÖDP für sofortige Abkehr von Öl und Gas - Erneuerbare machen Europa autark

Klima-Sprecher Dr. Stöhr für dezentrale Versorgung statt angreifbarer Großkraftwerke

Symbolbild: Kohlendioxidausstoss (Tama66/Pixabay)

Symbolbild: Kohlendioxidausstoss (Tama66/Pixabay)

Der Überfall Russlands auf die Ukraine hat es schockartig wieder ins Bewusstsein gerufen: Erneuerbare Energien sind nicht nur klimafreundlich, sondern auch friedensfördernd. Sie bewahren nicht nur die natürlichen Lebensgrundlagen, sondern auch die nationale und europäische Sicherheit. Die stärkste Waffe Putins ist nicht das russische Militär, sondern sein Potential, Europa durch Drosselung von Erdöl- und Erdgaslieferungen quasi stillzulegen. 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr, die Olaf Scholz jetzt fordert, sind wirkungslos gegen diese Waffe.

Der Klima-Sprecher der ÖDP, Dr. Michael Stöhr, erklärt: „Deutschland und Europa brauchen eine sichere Energieversorgung. Sicher heißt: Aus eigenen erneuerbaren Quellen, so dass eine stabile Grundversorgung völlig ohne Importe auch über längere Zeit möglich ist. Sicher heißt: Dezentral organisiert und damit widerstandsfähig gegen äußere Störungen, ohne dominierende Rolle militärisch angreifbarer Großkraftwerke und zentraler Gas- und Stromleitungen. Sicher heißt: Im Notfall autark. Gemeinden und Landkreise müssen auch bei einem Zusammenbruch von Energielieferungen eine elementare Versorgung mit lokalen Erzeugungsanlagen und Energiespeichern sicherstellen können."

Wir haben in der Vergangenheit immer wieder erlebt, wie schnell gehandelt werden kann, wenn Menschen in die Enge getrieben werden, etwa bei der rapiden Umstellung von ziviler industrieller Produktion auf Waffenherstellung in Kriegszeiten. Angesichts der von Putin ausgelösten militärischen Eskalation fordert die ÖDP aber nicht, dass deutsche bzw. europäische Hersteller ihre Produktion auf Waffen umstellen, sondern auf PV-Anlagen und Wind-Turbinen, auf Wasserstoff-Elektrolyseure, saisonale Speicher und Batteriespeicher, sowie auf intelligente Steuerungssysteme, die mit lokalen Flexibilitätsmärkten eine autarke Grundversorgung in Krisenzeiten ermöglichen.

Charlotte Schmid, Mitglied im ÖDP-Bundesvorstand, erklärt die Position ihrer Partei: „Die Vorteile liegen auf der Hand: Mit einem schnellen Ausbau der deutschen und europäischen Herstellungskapazitäten und einer drastischen Steigerung der Produktion von PV- und Windkraftanlagen bekämpfen wir nicht nur die Klimakrise, die mit voller Wucht auf uns zukommt, sondern reduzieren auch die Anzahl der Atemwegserkrankungen und Todesfälle, die mit der hohen Luftverschmutzung durch die Nutzung von Erdöl und Erdgas zusammenhängen. Und nicht zuletzt reduzieren wir die Macht von Diktatoren und Autokraten, die uns mit unserer aktuellen Abhängigkeit auf Öl und Gas kontrollieren können."

Manuela Ripa, Abgeordnete der ÖDP im Europa-Parlament, fordert den rapiden Ausbau von Erneuerbarer Energie und Speichertechnologien als geballte europäische Antwort auf die völkerrechtswidrige Invasion russischer Truppen in der Ukraine: Ein schneller und massiver Ausbau von Windkraftanlagen, PV-Anlagen, Wasserstoff-Elektrolyseanlagen und saisonalen Speichern sowie Batteriespeichern in der EU werden Europa sicher machen, Putins Kriegskasse austrocknen und weitere Autokraten vor imperialen Abenteuern abschrecken. Dies wird ergänzt durch eine Technologie- und Friedenspartnerschaft der EU mit allen Ländern, die ebenso schnell auf erneuerbare Energien umstellen wollen. Das ist auch eine wirksame Antwort auf die Klimakrise. Der Weltklimarat IPCC hat gerade wieder eindringlich vor den unumkehrbaren Folgen für Mensch und Natur gewarnt, wenn die 1,5 Grad Erderwärmung überschritten werden.

„Menschen, vor allem in reichen Industriestaaten, können sehr schnell handeln, wenn sie wollen" sagt Charlotte Schmid. „Wir können hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gegen die Klimakrise agieren, und uns von Russland und anderen autokratischen Regimen unabhängig machen."

Symbolbild: Kohlendioxidausstoss (Tama66/Pixabay)

Symbolbild: Kohlendioxidausstoss (Tama66/Pixabay)

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