ÖDP gedenkt der Opfer von Atomenergie

Buchner: „Absolut unverantwortlich”

Berlin. Anlässlich des 25. Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl, erinnert die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) an die unzähligen Opfer von Atomenergie.

 

Dazu Prof. Dr. Klaus Buchner, Atomphysiker und Sprecher der Bundesprogrammkommission in der ÖDP: „Wir möchten nicht nur derjenigen gedenken, die aufgrund der Super-Gaus von Tschernobyl und Fukushima gestorben sind oder heute noch unter den Spätfolgen leiden. Nicht vergessen dürfen wir auch die Menschen, die in Folge des Uranabbaus ihr Leben lassen mussten.” Buchner erläutert, dass viele hunderttausend Menschen z. B. auf dem afrikanischen Kontinent, in Australien und in Kanada den Uranabbau mit ihrem Leben bezahlen mussten. Der Abbau von Uran, der für die Nutzung der zivilen Atomenergie nötig ist, finde meist unter unmenschlichen Bedingungen statt, so Buchner. „Beim Abbau dieses chemischen Elements werden Gifte und Radioaktivität freigesetzt, die oft tödlich wirken.” Insbesondere die Ureinwohner und unterdrückte Völker seien gefährdet. Zudem werde in Gebieten, in denen radioaktives Material abgebaut werde, oftmals auch das Grundwasser verseucht. „Es ist absolut unverantwortlich, weiter Atomenergie zu produzieren, denn das kostet viele Menschenleben,” so ÖDP-Politiker Buchner.

Er verweist auf eine aktuelle Petition von ÖDP-Chef Sebastian Frankenberger, in der dieser die Bürgerinnen und Bürger auffordert, für den Ausstieg Deutschlands aus dem Euratom-Vertrag zu unterschreiben. „Jeder, der Verantwortungsgefühl gegenüber den Mitmenschen und den nachfolgenden Generationen hat, muss dafür sorgen, dass Deutschland so schnell wie möglich aus der Atomenergie aussteigt,” sagt Buchner abschließend.

 

Link zur Petition.


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