ÖDP: Tod des letzten Breitmaulnashorns ist große Warnung

Artenschutz endlich ernst nehmen!

„Sudan“, der letzte bekannte Nördliche Breitmaulnashornbulle, ist tot. Die alten Ägypter trafen das Tier noch im Niltal wild lebend an. Im Norden von Afrika war es zu Hause. Bereits zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts wurde die Tierart intensiv bejagt und dadurch stark dezimiert. Seit 2008 galt es als in freier Wildbahn ausgerottet. Am 20. März 2018 starb nun das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn im Alter von 45 Jahren im Ol Pejeta Conservancy in Kenia. Es hörte auf den Namen „Sudan“. Gegenwärtig leben nur noch zwei weitere weibliche Nördliche Breitmaulnashörner.

„Der Tod von Sudan muss uns eine Lehre für den nationalen und internationalen Artenschutz sein!“ betont Dr. Claudius Moseler, Generalsekretär der Ökologisch-Demokratischen Partei. Ob in Deutschland oder weltweit, sehr sehr viele Tier- und Pflanzenarten sind akut vom Aussterben bedroht. Ihr Verschwinden sei ein unwiederbringlicher Verlust für unseren Planeten, betont Moseler.

Moseler nimmt das faktische Aussterben der Nördlichen Breitmaulnashörner zum Anlass, die Bundesregierung erneut zu einem stärkeren Engagement beim internationalen wie auch nationalen Artenschutz zu ermahnen. In Deutschland habe man beispielsweise aktuell wenig Konkretes im Bereich Insektenschutz von der neuen GroKo gehört. Das Insektensterben, vor allem bei den Insekten, die Blüten bestäuben, ist eine der größten Gefahren für ganze Ökosysteme und führt zum Aussterben weiterer Arten. „Die Regierung muss hier einen Masterplan Artenschutz vorlegen, sonst sehe ich auch für unsere Zukunft wirklich sehr schwarz“, so Dr. Moseler abschließend.

Der Bulle „Sudan“. By Lengai101 (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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