ÖDP wirft Atomkonzernen „Volksverdummung” vor

Buchner: „Erneuerbare Energien sind preiswerter”

Berlin. „Erneuerbare Energien sind viel preiswerter als konventionelle Energieträger.” Das sagt Prof. Dr. Klaus Buchner, Atomphysiker und Sprecher der Bundesprogrammkommission in der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP).

Er verweist auf eine aktuelle Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS), die zu dem Ergebnis kommt, dass z. B. die Steinkohle in der Zeit von 1970 bis 2010 mit rund 288 Milliarden Euro und die Atomenergie mit rund 196 Milliarden Euro riesige Mengen an staatlichen Subventionen eingestrichen haben. Demgegenüber stehen die Erneuerbaren Energien, die lediglich seit den 90er Jahren 39 Milliarden Euro erhalten haben. Auftraggeber der Studie war der Energiekonzern Greenpeace Energy. „Die Zahlen des FÖS widersprechen dem alten Mantra der Atomkonzerne vom „billigen Atomstrom”. E.on, RWE und co. haben also all die Jahre Volksverdummung betrieben,” empört sich Buchner. Der ÖDP-Politiker erläutert, dass selbst in den vergangenen 20 Jahren, als die Energiewende schon eingeleitet wurde, die konventionellen Energieträger immer noch eine viel höhere Fördersumme als Erneuerbare Energien bekommen hätten. Auch diese Tatsache haben die Forscher des FÖS zutage gebracht. „Es ist ein großer Verdienst der Studie des FÖS, dass endlich Zahlen auf dem Tisch liegen. Die Atomkonzerne können die Verbraucher nicht mehr länger für dumm verkaufen. Zu Recht wechseln viele Kunden zu Ökostromanbietern,” so ÖDP-Politiker Buchner.

Er erinnert zudem an die aktuelle Petition von ÖDP-Chef Frankenberger zum Ausstieg aus dem Euratomvertrag: „Wenn Deutschland aus dem unsinnigen Euratomvertrag aussteigt, kann der Staat viel Geld sparen. Dieses Geld können wir in die Erneuerbaren Energien stecken, weil hier unsere Zukunft der Energieversorgung liegt.”


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