Raabs (ÖDP): Energiewende in großer Gefahr!

„Überteuerte Leitungsneubauten nutzlos und kontraproduktiv“

Mit Empörung reagiert Christoph Raabs, Bundesschatzmeister der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), auf eine Pressemitteilung des Stromnetzbetreibers Tennet, in welcher von Kosten für Noteingriffe ins Stromnetz i.H.v. rund einer Milliarde Euro im Jahr 2017 die Rede ist. „Derartige Netzeingriffe sind drastische Folge einer in den vergangenen Jahren völlig verpfuschten Energiewende“, kritisiert Raabs. Bezeichnend sei die zeitgleich und mittlerweile mantraartig erhobene Forderung nach neuen Stromleitungen.

„Diese Leitungsneubauten sind für eine wirkliche Energiewende unnötig. Im Gegenteil werden damit die Abhängigkeiten von Atom- und Kohlekraftwerken im In- und Ausland zementiert“, so Raabs. Es sei ökonomischer und ökologischer Wahnsinn, Leitungen für den Weitertransport von Erzeugungsspitzen der Offshore-Windanlagen zu konzipieren. Die naheliegende und einzig sinnvolle Lösung sei vielmehr, derartige Erzeugungsspitzen mit leistungsfähigen Stromspeichern abzufangen, um in Zeiten niedriger Erzeugung kontrolliert auf die gespeicherte Energie zurückgreifen zu können. Daher müsse sofort mit dem Bau und der technischen Weiterentwicklung von innovativen Stromspeichern (z.B. Power to Gas) begonnen werden.

Die ÖDP fordere dies bereits seit Jahren, die Berliner Politik befand und befinde sich aber scheinbar im energiepolitischen Tiefschlaf. „Man fragt sich schon, ob hier Dilettanten am Werk sind oder die deutsche Energiewende bewusst demoliert wird“, so Raabs. Eine Versorgungssicherheit ohne grundlastfähige Kraftwerke sei definitiv nur mit einem flächendeckenden und klug konzipierten Netz unterschiedlicher Energiespeicheranlagen möglich. „Solange diese Speicher nicht in ausreichendem Maße existierten, haben die Betreiber der Atom- und Kohlekraftwerke leichtes Spiel, mit der Bundesregierung weitere Betriebsjahre, und damit satte Profite, auszuhandeln“, so Raabs abschließend.

Christoph Raabs, Bundesschatzmeister der ÖDP. Foto: ÖDP Bundespressestelle.

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